Die Sprache und das Unnennbare Gedanken zu Jean-Luc Nancys „Das exzessive Sprechen“

Share

„Aber die Sprache hört nicht auf, ihre Bedeutungen in Bewegung zu bringen, sie spielen und zittern zu lassen, und auf diese Weise spricht sie und weiß sich als Sprache: sie ist in der Annäherung, im Bewegten. Woher kommt sie?“ … so sagt es und so fragt der französische Philosoph Jean-Luc Nancy in seinem Buch „Die Anbetung“. Der folgende Text versteht sich als Kommentar zu einem Teilaspekt dieses Werks: dem Thema Sprache, das Unnennbare, das Schweigen und das Reden über das Göttliche.

Weiterlesen

Der Geist von Al-Andalus – Liebe in Zeiten der Furcht Das Sufi-Festival aus Fès in Berlin

Share

Mitte August fand über drei Tage in Berlin zum ersten Mal eine europäische „Ausgabe“ des Festival de la Culture Soufie de Fès statt, bei dem die zahlreichen Besucher einen ganz „anderen“ Islam erleben konnten.

Weiterlesen

„Keine Religion ist eine Insel“ – Erinnerungen an Abraham Heschel bei der Jahrestagung des Zentrums für Jüdische Studien in Berlin

Share

Anfang November hatte das Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg wieder zu seiner Jahrestagung eingeladen, die an der Humboldt-Universität eröffnet wurde. Festrednerin war Susannah Heschel, die einen bewegenden Vortrag über ihren Vater Abraham Heschel hielt, wobei vor allem wichtige Wegmarken der 1960er Jahren erwähnt wurden: so Heschels Zusammenarbeit mit Martin Luther King, sein Engagement gegen den Vietnam-Krieg sowie seine Intervention beim Vatikan im Zusammenhang zugunsten der Überwindung jahrhundealter anti-semtischer Positionen der Kirche.

Weiterlesen

Maria Janions „Die Polen und ihre Vampire“ – auch eine Literaturgeschichte der schwierigen Ost-West-Beziehungen in Europa

Share

„Unsere östlichen Nachbarn“, dieser Ausdruck wurde mit der Osterweiterung der EU beliebt, aber was wissen wir von diesen Nachbarn, und vor allem, was wollen wir wissen? Die Krise um die Ukraine offenbart viel der Ignoranz und Hilflosigkeit des Westens, das ganz Andere der östlichen Kulturen wahrzunehmen. Nun ist im Sommer im Suhrkamp Verlag unter dem Titel „Die Polen und ihre Vampire“ ein Buch mit Essays der polnischen Literaturwissenschaftlerin Maria Janion erschienen, in dem sich ganz neue Sichtweisen auf unseren östlichen Nachbarn öffnen, die zugleich die Bedeutung der Literatur als ursprüngliches Feld für das psychologisch-historische Verständnis nationaler Kulturen erkennen lassen.

Weiterlesen

Der erste Weltkrieg und die Frage nach der Brüderlichkeit

Share

Der folgende Essay entstand bereits im Frühjahr 2014 und wurde ursprünglich für den Essay-Wettbewerb der Universität Eichstätt geschrieben, der dieses Jahr unter dem Motto „2014 – 1914: Brücken über Gräben“ stand. Nachdem das Wettbewerbs-Verfahren im Oktober abgeschlossen wurde, steht der Veröffentlichung des folgenden Texts nichts mehr im Wege.

Weiterlesen

Stimme und Blick, Gleichgültigkeit und Antwortfähigkeit Hermann Brochs Roman „Die Schuldlosen“ und die Krise Europas

Share

Hermann Brochs Roman „Die Schuldlosen“ und die Krise Europas

Weiterlesen

Die Rückgewinnung der Sprachlichkeit – zum Sammelband „Die drei Revolutionen der Denkart – Systematische Beiträge zum Denken von Bruno Liebrucks“ (Karl Alber Verlag 2013)

Share

Auch unter philosophisch Interessierten den Namen Bruno Liebrucks (1911 – 1986) ins Gespräch zu streuen, kann verdutzte Blicke auslösen, die oft zu Fragezeichen zu gerinnen scheinen. Einer der originellsten und profundesten Denker des 20.Jahrhunderts scheint so gut wie vergessen, es sei denn, es hat jemand in den 60er Jahren in Frankfurt Philosophie studiert, und begegnete

Weiterlesen

Vergessen als Bedrohung?

Share

Dieser Text wurde ursprünglich für einen Essaywettbewerb der Universität Eichstätt verfasst und erscheint nun in leicht überarbeiteter Fassung auf SOLON-LINE

Weiterlesen

Das Unsagbare Schreiben – eine Berliner Tagung über Literatur zum Völkermord

Share

Der Ort war nicht schlecht gewählt. Bei guter Sicht kann man von der Berliner Insel Schwanenwerder über das Wasser der Havel hinüberblicken zum Haus der Wannsee Konferenz. Diese räumliche Nähe symbolisierte vielleicht auch eine zeitliche, womöglich etwas von der zeitübergreifenden Thematik, um die es auf Schwanenwerder ging: „Das Unsagbare schreiben – Prosa über den Völkermord“, so der Titel einer Tagung der Evangelischen Akademie, die in Zusammenarbeit mit der AGA (Arbeitsgruppe Anerkennung – gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.) sowie der Deutsch-Armenischen Gesellschaft organisiert wurde und Mitte Oktober in den Räumlichkeiten der Akademie stattfand.

Weiterlesen

Zeugin für ein modernes Judentum: über das kurze Leben der Francesca Albertini

Share

Zu dem Buch „Deutschland oder Jerusalem – das kurze Leben der Francesca Albertini“ von Claus-Steffen Mahnkopf (Verlag zu Klampen)

Weiterlesen