Abraham Joshua Heschel und Martin Luther King jr. – theologische und politische Berührungspunkte Von Susannah Heschel

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Susannah Heschel ist die Tochter des berühmten Rabbi und Gelehrten Abraham Joshua Heschel (1907 – 1972). Seit 2005 hat sie die Eli Black Professur für Jüdische Studien am Dartmouth College (USA) inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den jüdisch-christlichen Beziehungen im Deutschland des 19. und 20.Jahrhunderts, der Geschichte der Bibelforschung sowie der Geschichte des Anti-Semitismus. Zur Zeit schreibt sie an einem Buch zu den Islamstudien jüdischer Gelehrter des 19. und 20.Jahrhunderts. 2011-2012 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin. Im folgenden Beitrag geht sie den theologischen Spuren in der Zusammenarbeit ihres Vaters mit Martin Luther King nach.

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Am Rand. Misstrauen als Engagement in der Poetik Ilse Aichingers

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Von Dr.Marko Pajevic

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Looking beyond the honeymoon

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Wie schätzen die USA Indien ein: gleichbedeutend mit China als Global Player oder als hilfreicher Mitspieler in der Eindämmung Chinas? Verfolgt Indien weiterhin eine eigenständige Politik auf der Grundlage originärer indischer Interessen? Welche multipolare Konstellation wird sich in Asien durchsetzen? Die Autoren dieses Artikels, der zuerst in der in Indien viel gelesenen und sehr geschätzten Zeitung „The Hindu“ erschienen ist, versuchen auf die Fragen eine Antwort zu geben.

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Jacques Derrida: Denken in und mit der Sprache

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Die drei Autoren dieses Beitrags haben im Rahmen ihrer Forschungen zum Thema Sprache gemeinsam einen Text von Jacques Derrida gelesen, den sie im Folgenden versuchen zu kommentieren und zu „entschlüsseln“. Es handelt sich um Derridas Aufsatz „Babylonische Türme“, der selbst ein Kommentar zu Benjamins berühmten Text „Die Aufgabe des Übersetzers“ ist. Die folgenden Seiten sind also ein Kommentar des Kommentars zum Thema Sprachverwirrung, Übersetzung, Namensgebung, das so alt ist wie die Geschichte vom Turmbau zu Babel – und so neu wie jeder Tag der Begegnung unterschiedlicher Menschen in dieser vielfältigen Welt. von Katrin Funke, Frank Hahn, Reinhard Hildebrandt

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Die Rolle der Tragödie in der zeitgenössischen Philosophie – Über die ethisch-politische Dimension tragischer Erfahrung

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Dem Athen des 5. Jahrhundert v. Chr. verdanken wir zwei kulturelle Ereignisse, deren globaler Erfolg bis heute nicht zu überschätzen ist: die Tragödie und Sokrates. Die zeitnahe Entstehung argumentativ operierender Philosophie und dramatischer Kunst in der attischen Polis ist keine zufällige Koinzidenz. Vielmehr entwickelt sich die philosophische Reflexion des platonischen Sokrates, Mitbürger und Gesprächspartner von Sophokles und Euripides, in Konkurrenz zur Kunst der Tragödie, die sie einerseits mit einer inhaltlichen, insbesondere ethisch-politischen Kritik und andererseits durch eine Transformation des Dramas in den Dialog abzulösen beansprucht.1 Richtet sich die inhaltliche Kritik gegen den von der Tragödie vorgeführten Bruch zwischen dem gutem, im sozialen Zusammenhang der Polis sich behauptenden Leben und der es leitenden Rationalität, nimmt die Form der platonischen Philosophie das Dialogische auf, um es von seiner bis zur Peripethie zugespitzten Dramatik und der Funktion des Chores zu trennen. Beides, die inhaltliche Kritik an der Tragik der Tragödie und die Auflösung der Tragödie in den Dialog und seine sich „diesseits von Tragik und von Komik“2 entfaltende Dialektik, hat nach Platon allerdings nicht zur endgültigen Aufhebung der Tragödie oder zu ihrem seit Nietzsche mehrfach proklamierten „Tod“3 durch Reflexion geführt.4 Von Asmus Trautsch

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Braucht Deutschland ein Zentrum für verfolgte Schriftsteller, Künstler und Mu­siker?

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Auf einer Tagung des Moses-Mendelssohn-Zentrums zum jüdischen Kulturerbe hielt Prof. Dr. Jakob Hessing (s. Bild) aus Jerusalem am 27. Oktober 2011 im Berliner Centrum Judaicum die folgende Rede. Hessing arbeitet als Schriftsteller und leitet die germanistische Abteilung der Hebräischen Universität Jerusalem (http://pluto.huji.ac.il/~jhessing/). Die Überschrift seines Vortrags verweist auf die Bemühungen um den Aufbau eines „Zentrums der verfolgten Künste“, wie es namentlich von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft (http://www.exil-zentrum.de/ sowie http://www.exil-club.de/ ) seit Jahren gefordert wird. Aber auch die Nobelpreisträgerin Herta Müller hat sich in letzter Zeit mehrfach öffentlich für ein Museum des Exils eingesetzt (eine Kurzinfo dazu ist nach dem Redetext zu finden). Hessings Vortrag greift diese Bemühungen auf, um sie jedoch in den weiteren Zusammenhang einer Betrachtung zum Verhältnis von Macht und Kunst hinüberzuführen. Dabei ist es ihm gelungen, diese uralte Frage der Menschheit – wie nämlich die Kunst sich gegenüber der Macht behaupten kann – aus der gleichzeitigen Perspektive biblischer und moderner Zeiten sowie poetischer, religiöser und philosophischer Annäherungen lebendig werden zu lassen. Von Prof. Dr. Jakob Hessing

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Die Medien zur Eröffnung des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums

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Oder: Die Folgen der Unkenntnis zur Frage, „Was ist Intelligence?“ In diesem Beitrag kommt ein Experte für Informationssicherheit und Unternehmensberater zu Wort, der die mediale Berichterstattung zur Eröffnung des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums in Bonn kritisch beleuchtet und dabei auf relevante Defizite in der deutschen Debatte über Informationssicherheit hinweist. Von Richard Stein

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Waldai-Klub 2010: Russische Geschichte und deren Einfluss auf die politische Gegenwart

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In diesem Artikel fasst der ehemalige Ministerpräsident und Justizminister der slowakischen Republik Dr. Jan Čarnogurský (links ein Bild von ihm mit Dr. Sergej Karaganow von der Waldai-Konferenz 2009) seine Eindrücke über die diesjährige 7. Tagung des Waldai-Klubs zusammen, die vom 31. August bis zum 7. September in St. Petersburg statt fand. Jedes dieser Treffen wird von einer sehr offenen diskursiven Atmosphäre getragen und bietet so einen sonst selten möglichen Einblick in die Denkweise und Ansicht von Russlands Führung und zivilgesellschaftlichen Elite zur Zukunft Russlands und seiner internationalen Beziehungen. Von Dr. Jan Čarnogurský

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„Der Optimismus hat sich gelohnt“

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Deutschland heute – Bilanz und Ausblick Über viele Jahre hinweg hat Friedhelm Ost in der Bundesregierung und im Bundestag die deutsche Politik mitgestaltet. Und er kennt die deutsche Wirtschaft von innen her. Ost steht also über den Aufgeregtheiten der Tagespolitik. Wie sieht er die gegenwärtige Lage der Bundesrepublik? Lesen Sie dazu den politischen Jahresüberblick, den Ost am 22. August 2010 vor dem Bonner “Mid Atlantic Club” (MAC) vortrug. Von Dr. Friedhelm Ost

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Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Existenz

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Die Krise der westlichen Welt ist nicht zuletzt durch übersteigertes Macht- und Gewinnstreben sowie die darin sich ausdrückende Maßlosigkeit geprägt, die man im antiken Griechenland „Hybris“ nannte. Der folgende Beitrag zum Thema der Selbsterkenntnis möchte zwar einerseits als philosophisch- historische Betrachtung darüber gelesen werden, wie das sokratische Ethos des „Erkenne dich selbst“ sich aus der delphischen Tradition der Apollon-Religion entwickelt hat; zum anderen aber berührt er mit dem Thema der Mäßigung als Antwort auf die Hybris, wie es von den Apollon-Priestern oder dem Dichter Pindar im Zuge der gesellschaftlichen Krise des antiken Griechenland im 6./7. Jahrhundert v.Chr. behandelt wurde, ganz aktuelle Fragen. Von Dr. Bettina Fröhlich

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