Die Hilfsorganisation medica mondiale – Über die Lage der Frauen in Afghanistan

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medica mondiale ist eine in Deutschland ansässige internationale Nicht-Regierungsorganisation, die sich weltweit für Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten einsetzt. Die Hilfsorganisation wurde 1993 in Bosnien-Herzegowina von der Ärztin Dr. Monika Hauser gegründet, um kriegstraumatisierte Frauen und ihre Kinder allgemeinmedizinisch, gynäkologisch und psychisch sowie juristisch zu betreuen. Seit 2002 tut dies medica mondiale auch in Afghanistan. Von medica mondiale

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Verwirklichende Räume. Poetik und Raumkonzeption bei Paul Celan und Martin Buber

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Kann Poesie Räume verändern oder schaffen – und damit eine neue Wirklichkeit entstehen lassen? Der Versuch einer Antwort führt auf das dialogische Prinzip, das wahre Poesie zur Sprache bringt. Zwei jüdische Denker, ein Dichter (Paul Celan) und ein Philosoph (Martin Buber), begegnen sich in dem Bemühen, die Wirklichkeit aus der Ich-Du-Beziehung neu zu gewinnen. Das Gedicht wird als Selbstbegegnung durch die Begegnung mit dem anderen verstanden – nur aus dem Du heraus kann das Ich wahres und aufrechtes Ich werden. Der Philosoph möchte einen neuen Zugang zum Raum als Wirklichkeit erschließen, wobei er ebenfalls das Dialogische dafür als grundlegend erkennt. Von Dr. Marko Pajevic

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Der Dual der Erlösung. Zur Genealogie des Wir bei Rosenzweig

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Der jüdische Sprachdenker Franz Rosenzweig wird äußerst selten mit dem Spachforscher Wilhelm von Humboldt in Verbindung gebracht. Im folgenden Beitrag wird Rosenzweigs Bezug auf Humboldt am Beispiel der grammatischen Form des Dualis erörtert, die neue Perspektiven eröffnet, ein gemeinschaftsbildendes Wir nicht in totalitären kollektiven Ideologien enden zu lassen. Die Autorin lehrt Sprachwissenschaften an der La Sapienza Universität in Rom sowie Jüdische Philosophie am Collegio Rabbinico Italiano der Hebräischen Universität Jerusalem. Von Prof. Dr. Donatella Di Cesare

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Die neue Europäische Architektur: Die Rolle der Ukraine

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Eine internationale Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) in Berlin am 9. März 2010 Wie wird die künftige Außen- und Sicherheitspolitik der Ukraine aussehen? Welche wirtschaftlichen Reformen sind nötig, um mit der EU und Russland zu kooperieren? Welche Rolle wird die Zivilgesellschaft – z.B. NGOs – bei der Stabilisierung der Ukraine spielen, und was kann Kiew zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus beitragen? Darüber diskutierten im Rahmen der internationalen Konferenz The New European Architecture. The role of Ukraine Experten aus der Ukraine, Deutschland, Russland und der EU. Das Zentrum Russland/Eurasien der DGAP führte die Konferenz zusammen mit der ukrainischen Stiftung „United World” durch, die der „Partei der Regionen“ nahe steht. Ergänzend zum Beitrag von Alexander Rahr finden Sie (im Anschluss an den Konferenzbericht) einen Link auf Reinhard Hildebrandts Aufsatz What Unites the European Union and Ukraine? – The Search for Identity!

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Russia in Euro-Atlantic Space

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Sergei Karaganov is a leading Russian political scientist. He is Deputy Director of the Institute of Europe at the Russian Academy of Sciences. In the following article, Karaganov analyzes Russia’s position in the current – multipolar – world political setting. He argues that Russia is facing not only a strategic, but a civilizational choice: Prioritizing relations with China and Asia or with Europe and the USA? By Sergei Karaganov

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Lebensprozess und Mitteilung: Bewusstsein als Organ des Menschen

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Die Frage nach dem Bewusstsein stellt uns – gerade angesichts eines manchmal überzogenen Anspruchs der Neurowissenschaften – vor nicht geringere philosophische Schwierigkeiten als die nach dem Leben. Volker Gerhardt, der an der Berliner Humboldt-Universität Philosophie lehrt (Web-Präsenz), scheut die Erörterung dieser Fragen schon deswegen nicht, weil er der Versuchung endgültiger Antworten widersteht und also Fragen offen lässt. In vorliegendem Text überrascht Gerhardt zunächst mit der These vom Bewusstsein als einem „Organ“. Die noch überraschendere Beobachtung jedoch hebelt die scheinbar gängige – in Wahrheit von Internalismus und Idealismus verbreitete – Vorstellung vom Bewusstsein als Ausdruck einer „autistischen Binnensphäre des Selbstbewusstseins“ aus, denn für Gerhardt ist das Bewusstsein unser „Organ der Welterschließung“. Dass diese nur in der „Öffnung für anderes und Andere“ gelingen kann und so das Ich allein durch seinen Bezug zu einem Du Sinn bekommt, leuchtet unmittelbar ein, ist jedoch im philosophischen Diskurs nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Gerhardt spannt denn auch den Horizont der Fragestellung viel weiter auf, indem er nach dem wechselweisen Bezug von Subjektivität und Objektivität, Individualität und Universalität, privatem und öffentlichem Leben in ihrer jeweiligen Verbindung und Abgrenzung sucht. Der vorliegende Beitrag wurde von Volker Gerhardt am 16. April 2009 auch als Vortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe „Funktionen des Bewusstseins“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gehalten. Von Prof. Dr. Volker Gerhardt

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Hugo Junkers und die Moses-Mendelssohn-Stiftung

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Der Flugzeugbauer Hugo Junkers stand im Dessau der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zusammen mit den Kulturschaffenden von Bauhaus und Theater für den Aufbruch in die Moderne, der nicht zuletzt auch aus den Ideen der Aufklärung eines Moses Mendelssohn genährt wurde. Aus Anlass der Neugründung der Moses-Mendelssohn-Stiftung Dessau im September 2009 porträtierte der Enkel Bernd Junkers in seiner Rede den berühmten Großvater, wobei er Spuren der faszinierenden Atmosphäre jener Jahre vor beinah einem Jahrhundert einfing. Von Bernd Junkers

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Der entwicklungsrelevante Zusammenhang von Krise und Wandel

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Die Gründerkrise von 1873/79 als historische Lernkapazität zur Bewältigung der aktuellen Finanz- und Weltmarktrezession Wenn man die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise angemessen verstehen will – und das wäre ja auch die Voraussetzung, sie überwinden zu können – muss man diese Krise in wirtschaftsgeschichtlicher Perspektive sehen. Dabei greift aber die – vorschnelle – Analogie zur Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre zu kurz. Demgegenüber wäre durch die eingehendere Beschäftigung mit der Depression von 1873-79 viel zu lernen. Über das hohe, aber bislang vernachlässigte Lernpotential der „Gründerkrise“ für die Bewältigung der aktuellen Krise hielt Margrit Grabas von der Universität des Saarlandes am 14. Mai bei „Spree-Athen e.V.“ in Berlin einen Vortrag. Im Folgenden die von der Autorin überarbeitete Fassung dieses Vortrages. Von Prof. Dr. Margrit Grabas

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Zusammendenken und Zusammenleben. Alexander von Humboldt als Herausforderung für das Humboldt-Forum

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„Alles ist Wechselwirkung“ lautet eines der Axiome im Wissenschaftsverständnis Alexander von Humboldts, mit dem er gegen jegliches Systemdenken auftrat. Wechselwirkung zwischen Natur und Kultur, zwischen verschiedenen Kulturen und Zivilisationen, zwischen diversen Wissenschaften, Kunst und Geschichte – diesen Gedanken angemessen auszuschöpfen und aufzufüllen, wäre der Weg zu einer modernen, globalen Weltgesellschaft des 21.Jahrhuderts. Damit beschäftigt sich vorliegender Aufsatz von Ottmar Ette, dem wohl zur Zeit renommiertesten Alexander von Humboldt Forscher in deutscher Sprache. Ette ist seit 1995 Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Neben zahlreichen Gastdozenturen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas sowie in den USA war er 2004-2005 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Buchpublikationen zum Thema Alexander von Humboldt umfassen u.a. A.v.Humboldt: Reise in die Äquinoktial-Gegenden (1991), Weltbewusstsein. Alexander von Humboldt und das unvollendete Projekt einer anderen Moderne (2002) sowie Alexander von Humboldt und die Globalisierung (2009). Von Ottmar Ette

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Interview mit Prof. Gerhard Mensch

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Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist zum Alles beherrschenden Thema in der Politik und den Medien geworden. Viele werden zunehmend von den Ereignissen getrieben. Eine tiefere Analyse der Krise, die ja durchaus historische Vorläufer hat, wird bisweilen als überflüssiger Luxus zu betrachtet. Wir fragen uns aber, ob alleine Konjunkturprogramme und neue Regulierungen das Problem lösen können. Deshalb möchten wir in diesem Interview von der Diagnose zur Therapie fortschreiten. Interview mit Prof. Gerhard Mensch

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