Die Sprache und das Unnennbare Gedanken zu Jean-Luc Nancys „Das exzessive Sprechen“

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„Aber die Sprache hört nicht auf, ihre Bedeutungen in Bewegung zu bringen, sie spielen und zittern zu lassen, und auf diese Weise spricht sie und weiß sich als Sprache: sie ist in der Annäherung, im Bewegten. Woher kommt sie?“ … so sagt es und so fragt der französische Philosoph Jean-Luc Nancy in seinem Buch „Die Anbetung“. Der folgende Text versteht sich als Kommentar zu einem Teilaspekt dieses Werks: dem Thema Sprache, das Unnennbare, das Schweigen und das Reden über das Göttliche.

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Der Geist von Al-Andalus – Liebe in Zeiten der Furcht Das Sufi-Festival aus Fès in Berlin

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Mitte August fand über drei Tage in Berlin zum ersten Mal eine europäische „Ausgabe“ des Festival de la Culture Soufie de Fès statt, bei dem die zahlreichen Besucher einen ganz „anderen“ Islam erleben konnten.

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„Gute und schlechte Machtexpansion“ Eine kritische Analyse des Artikels von Vittorio Hösle, " Macht und Expansion - Warum das heutige Russland gefährlicher ist als die Sowjetunion der 70er Jahre, Blätter für deutsche und internationale Politik, 6`15, S.101-110

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1. Demokratien machen Fehler, Putins Autokratie gefährdet die Menschheit

Vittorio Hösle unterlegt seinem Artikel ein einfaches Schema, in dem der einen Seite zwar (un)verzeihliche Fehler vorgehalten werden, der anderen Seite aber aggressives Verhalten mit hohem Gefahrenpotential für die Erhaltung des Weltfriedens. Die (un)verzeihlichen Fehler rechnet er „dem Westen“ an, das gefährliche Ausmaß an Aggressivität Putins

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Abraham Joshua Heschel und Martin Luther King jr. – theologische und politische Berührungspunkte Von Susannah Heschel

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Susannah Heschel ist die Tochter des berühmten Rabbi und Gelehrten Abraham Joshua Heschel (1907 – 1972). Seit 2005 hat sie die Eli Black Professur für Jüdische Studien am Dartmouth College (USA) inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den jüdisch-christlichen Beziehungen im Deutschland des 19. und 20.Jahrhunderts, der Geschichte der Bibelforschung sowie der Geschichte des Anti-Semitismus. Zur Zeit schreibt sie an einem Buch zu den Islamstudien jüdischer Gelehrter des 19. und 20.Jahrhunderts. 2011-2012 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin. Im folgenden Beitrag geht sie den theologischen Spuren in der Zusammenarbeit ihres Vaters mit Martin Luther King nach.

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Der erste Weltkrieg und die Frage nach der Brüderlichkeit

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Der folgende Essay entstand bereits im Frühjahr 2014 und wurde ursprünglich für den Essay-Wettbewerb der Universität Eichstätt geschrieben, der dieses Jahr unter dem Motto „2014 – 1914: Brücken über Gräben“ stand. Nachdem das Wettbewerbs-Verfahren im Oktober abgeschlossen wurde, steht der Veröffentlichung des folgenden Texts nichts mehr im Wege.

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Stimme und Blick, Gleichgültigkeit und Antwortfähigkeit Hermann Brochs Roman „Die Schuldlosen“ und die Krise Europas

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Hermann Brochs Roman „Die Schuldlosen“ und die Krise Europas

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Vergessen als Bedrohung?

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Dieser Text wurde ursprünglich für einen Essaywettbewerb der Universität Eichstätt verfasst und erscheint nun in leicht überarbeiteter Fassung auf SOLON-LINE

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Am Rand. Misstrauen als Engagement in der Poetik Ilse Aichingers

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Von Dr.Marko Pajevic

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Sagen als Antworten? Zeugnis und Prophetie in Levinas’ Jenseits des Seins – zweiter Teil eines Kommentars

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Im ersten Teil hatten wir die stete Wiederholung des Wortpaares „Sagen und Gesagtes“ als Orgelton des gesamten Textes von „Jenseits des Seins“ benannt. In heutiger Zeit scheint dies in einem philosophischen Text ominös, und also des jeweils neuen Nachbohrens bedürftig. Wiederholen wir zunächst auf schlichte Weise: das Gesagte könnte man als das schon einmal Gesagte lesen, mithin als das Bekannte, Verständliche, sogar als Jargon könnte man es unter bestimmten Voraussetzungen bezeichnen. Zumindest aber als Worte, die als bereits gesagte zwar – so wie Levinas es beschreibt – thematisieren, informieren oder mitteilen, aber indem sie scheinbar eindeutig ihre Stelle im Kanon der Bedeutungen längst gefunden haben, auch schon verblasst und erstarrt sind, ihr Leben verloren haben, als bleiche Schatten ihrer selbst nur mehr die Kommunikation als leblose Abstraktion eines Gesprächs zulassen. Das Sagen demgegenüber finge je neu an, geschähe im Augenblick des lebendigen Zuhörens und Sprechens mit einem Anderen.

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Schmerz, Verantwortung, Sagen: Aspekte der Sprache in Emmanuel Levinas’ „Jenseits des Seins“ (Teil 1)

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Wie, wenn das Philosophieren nicht länger vom autonomen Ich ausginge, sondern vielmehr von dessen Verwundbarkeit und Ausgesetztheit? Ein solches Denken entzöge dem Ich zunächst seine Sicherheit – wurde doch und wird, zumeist und in der vordersten Linie des Denkens, die Selbstbestimmung des Ich als Befreiung und Verheißung gelesen; das autonome Ich, das sich seiner – religiösen, mythologischen oder politisch-gesellschaftlichen – Fesseln entledigt, wurde in eine Position scheinbarer Stärke eines wissenden Zugriffs gerückt, der sich die Welt nicht länger zu entziehen schien.

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