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Am Freitag, den 20. Februar, fand in
Dortmund am Dortmunder Max-Planck-Institut die europaweite Tagung
„Einstellung und Wissen zu Evolution und Wissenschaft in Europa“
(LINK)
statt. Worum ging es dabei? Es ging in der Tat um die Evolution und
um die Evolutionstheorie, sowie dessen Verständnis und Akzeptanz in
der Bevölkerung. Dieses Thema mag verwundern. Gibt es etwa wirklich
ernsthafte Bestrebungen oder Äußerungen, die Erklärung der
Entstehung der Arten oder der Evolution anzuzweifeln, gar zu Gunsten
eines wie auch immer gearteten Kreationismus?
Von Patrick Grete
Evolutionstheorie, Kreationismus –
Wissenschaftlichkeit vs. Ideologie
Ein Streifzug
So abwegig dieser Gedanke für den
Außenstehenden scheinen mag, so ist er in der Tat bei einem großen
Teil der Bevölkerung in verschiedenen Ausprägungen zu finden. Die
Wenigsten neigen dabei zum radikalen Kreationismus, der im
Wesentlichen aussagt, dass die Genesis der Bibel wörtlich zu nehmen
sei und daher die Gedanken an Evolution rein ketzerisch seien, bar
jeder Rationalität und ohne wissenschaftliche Basis. In moderaterer
Form verbleibt im Kreationismus dann nur ein Schöpfer (und nicht
zwingend die Genesis als notwendig wahrer Bericht inklusive aller
Einzelheiten), der die Entwicklung nach seinem Willen steuert. Die
Evolutionstheorie verwirft die These vom willentlichen und
zielgerichteten Schöpfen und ist in der Lage, die Entstehung der
Flora, Fauna und des Menschen durch evolutionäre Mechanismen zu
erklären. Diese Form der Erklärung wird von vielen Menschen wegen
ihres Glaubens abgelehnt, auch wenn sie ansonsten Theorien, die mit
wissenschaftlichen Methoden überprüft sind, nicht ablehnen. Warum
lehnen die Menschen eine wissenschaftliche Theorie zugunsten ihres
Glaubens ab und was kann man dagegen tun? Was bedeutet diese
Ablehnung der Wissenschaftlichkeit für eine
technisch-wissenschaftliche Gesellschaft? Genau dies waren die
konstituierenden Fragestellungen dieser Tagung.
Am Anfang mochte der Besucher meinen,
dass es sich beim Kreationismus um ein rein amerikanisches Phänomen
handelt. Evangelikale wie etwa die ehemalige US-
Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin treten in der
Öffentlichkeit mit den für uns – aus gutem Grund – lächerlich
erscheinenden, Aussagen auf, dass die Erde kaum älter als 10000
Jahre sei und in einem magischen Schöpfungsakt von einem personalen
höheren Wesen – Gott – erschaffen wurde. Für diese radikale
Ausprägung trifft dies auch sicherlich zu. Aber durch Umfragen wurde
dem Besucher gezeigt, dass oben umrissene moderatere Ansichten auch
in Europa weit verbreitet sind. So akzeptieren in Europa 20% der
Bevölkerung die Evolutionstheorie nicht, während es in den USA
schon 60% sind. Da Glaubensfreiheit herrscht, ist dies kein Problem,
so lange nicht wissenschaftliche Theorien nur wegen des Glaubens
abgelehnt werden; fußen diese Theorien doch nicht im Glauben,
sondern auf überprüfbaren Fakten. In der Tat ist die
wissenschaftliche Erklärung mittels Evolution nur bei einem Anteil
der Bevölkerung als Erklärung verankert.
Viele missverstehen die
Evolutionstheorie als weltanschauliche Ideologie, eben als
„Darwinismus“. Entsprechend wird von Seiten der Gegner versucht,
die eigentlich experimentelle Theorie der Evolution nicht mit
Experimenten, sondern durch spekulative und nicht hinterfragbare
Aussagen anzugreifen und dadurch die Auseinandersetzung auf die
weltanschauliche Ebene zu ziehen. Warum gelingt diese durchsichtige
Strategie und warum wird der Kategorienfehler nicht erkannt? Auf der
Tagung wurden verschiedene mögliche Gründe diskutiert. Einerseits
liegt es an der stiefmütterlichen Behandlung der Evolutionstheorie
im Schulfach Biologie, was dazu führt, dass die Evolutionstheorie
nicht verstanden wird. Es liegt aber auch in der Position der
Kirchen, die in verschiedenen Abstufungen gegen die Evolutionstheorie
opponieren und dies damit unnötigerweise zur Nagelprobe des Glaubens
für die Menschen werden lassen.
Einerseits ist es natürlich das Recht
einer jeden Organisation und Person, seine Meinung frei zu äußern
und sich zu einem Glauben zu bekennen, andererseits ist es das nur
solange, wie Glaube nicht mit wissenschaftlichen Theorien verwechselt
wird (und man daher zwischen beiden abzuwägen hätte). Darüber
herrschte bei allen Rednern Einigkeit. In der jüngeren Vergangenheit
stellte diese Trennung niemand mehr in Frage; so schien es zumindest.
Bei näherem Hinsehen jedoch zeigten einige Redner, dass sich hier
eine Veränderung vollzieht. Papst
Johannes Paul II. sagte z. B. noch 1996 zur Evolutionstheorie, dass
sie mehr als nur eine „Hypothese“ sei und man die Evolution als
fortwährende Schöpfung Gottes zu sehen habe, – womit er die
Evolutionstheorie selbst nicht mehr anzweifelte, sondern sie nur
religiös deutete. Dagegen entfernt sich, so stellte Günter Pass aus
Wien auf der Tagung dar, die katholische Kirche unter dem neuen Papst
wieder von dieser Position. Er zitierte hierzu den Herausgeber
des Katechismus, Kardinal Schönborn, der in einem Artikel der New
York Times (deutsche Übersetzung hier)
zentrale wissenschaftliche Thesen wie die ungerichtete Mutation für
unwahr erklärt und die Wissenschaftler zu reinen Ideologen
degradiert hat mit der Begründung, dass ihre Theorien keinen
„göttlichen Plan“ enthalten bzw. die Wissenschaftler diesen für
nicht nötig erachten. Solcherlei Theorien nennt der Professor
unwissenschaftlich und „eine Abdankung der menschlichen Vernunft“.
Nur als Fußnote sei hier noch erwähnt, dass die kürzlich in die
Schlagzeilen gekommene Pius-Bruderschaft derartige Angriffe ganz
offen und in schärferem, pseudowissenschaftlichem Gewand führt
(LINK).
Standpunkte wie diese machen natürlich
einen Dialog zwischen Wissenschaft und Theologie schwierig. Mehr
noch: In diesen Standpunkten stecken offene Angriffe, die man aus
Zeiten des Kulturkampfes kennt.
Natürlich blieb man nicht bei diesen
Darstellungen, natürlich verstieg man sich auch nicht zu Polemik
gegen diese Position. Es ging hier in der Tat um ein tieferes
Verständnis dieses Problemfeldes. Als eine tiefere Ursache wurde
gesehen, dass offenbar nicht mehr überall klar ist, was Wissenschaft
ist und wie sie sich von Meinung und Ideologie unterscheidet. Dies
merkt man an dem Aufkommen scheinbar wissenschaftlicher
Gegenpositionen zur Evolutionstheorie, wie etwa dem „Intelligent
Design“, einer modernen Form des Kreationismus, aber auch an der
Ausweitung der
Evolutionstheorie zum
„Darwinismus“, womit diese implizit auch zu einer Ideologie
wird. Kreationismus in Form des „Intelligent Design“ sagt aus,
dass es hinter der ungerichteten Evolution den Plan eines höheren
Wesens gebe, das allwissend und allgütig die Entwicklung des Lebens
steuert. Anders jedoch als eine wissenschaftliche Theorie, deren
Hypothesen den Anspruch der Überprüfbarkeit haben, lässt sich
diese Grundannahme offensichtlich nicht überprüfen. Weist man etwa
darauf hin, dass es ausgestorbene Arten gibt und sich somit der
allwissende Planer doch auch mal geirrt hat, oder darauf, dass er
durch die Schaffung von Parasiten wohl keineswegs seine Güte zeigt,
dann bekommt man zu hören, man verstehe den genialen Plan nur nicht.
Offenbar ist der Unterschied zwischen einer Ideologie wie dieser und
einer wissenschaftlichen Theorie nicht breit genug bekannt, sonst
gäbe es solche Auffassungen und die darin ausgedrückte Verwirrung
nicht. Welche Auswirkung hat eine solche Verwirrung auf eine
Gesellschaft, deren Wohlstand auf Anwendung und Weiterentwicklung von
Technik und Wissenschaft beruht? Diese Frage deutet auf die
politische Dimension hin.
Politische Aspekte
Die Debatte hat in der Tat auch eine
nicht kleine politische Dimension. Während der Philosoph Volker
Gerhard in seinem Text über die politischen Theologie (LINK)
die Gefahren für Gesellschaft und Menschenrechte durch die
Vermengung von Politischem und Religiösen darlegte, hat 2007 auch
der Europarat eine Resolution erlassen (LINK),
die die Mitgliedstaaten auffordert kreationistische Gedanken nicht in
der Schule zu lehren. Eine der Autoren dieser Resolution des
Europarats, Anne Brasseur, war ebenfalls auf der Tagung anwesend und
schilderte die damalige Debatte. Als größte Schwierigkeit und
wesentlichen Punkt der Resolution benannte sie, dass es nicht um die
Verdammung einer Religion gehe, sondern um die Gefahr für die
Bildung und Wissenschaftlichkeit der Schüler. Diese bestünde darin,
dass man Glaube und Wissenschaft nicht deutlich voneinander
unterscheidet. Folgerichtig wurde diese Resolution auch nicht im
ersten Anlauf verabschiedet. Es gab viele, oftmals sehr heftige
Zuschriften an Brasseur persönlich von Einzelpersonen, aber auch
offizielle wie etwa aus dem Vatikan. Dies ist vor dem Hintergrund des
Standpunktes von Kardinal Schönborn mehr als verständlich, und es
deutet sich hier an, wie groß die politische Dimension auch hier in
Europa ist. Letztlich wurde die Resolution mit 48:25 angenommen. Man
soll nicht denken, dass nur „katholische“ Staaten wie Italien
oder Polen dagegen stimmten. Auch Deutschland stimmte gegen die
Resolution, anscheinend ohne größere Resonanz aus der
Öffentlichkeit.
Ursachenforschung
Interessant ist noch zu erwähnen, dass
es auch selbstkritische Töne gab, so etwa am Ende des Vortrags des
Tübinger Biologen Ralf Sommer. In seinem Vortrag gab der Professor
einen Überblick über evolutionäre Mechanismen und zeigte vor allem
die experimentelle Evidenz dieser Mechanismen. Er hat dafür eine
Wurmart untersucht, die eine Generationslänge von nur drei Tagen
besitzt, so dass man Mutation, Selektion, Speziation und andere
Mechanismen gut untersuchen kann. Ferner gibt es auch durch die
molekulare Biologie starke Bestätigungen für evolutionäre
Mechanismen. Sommer kann natürlich nicht im geringsten
nachvollziehen, wie man die Evolutionstheorie als Ganzes anzweifeln
kann. Allerdings gab er zum Schluss seines Vortrags zu, dass es ein
Vermittlungsproblem gibt, da man die Vielzahl an Ergebnissen nicht im
Zusammenhang mit der Evolutionstheorie in der Öffentlichkeit
kommuniziert. Diese glaubt, dass sich die Evolutionstheorie nur auf
Hypothesen und einige versteinerte Fossilien wie den Archeopterix
stütze. Auf einer so dünnen empirischen Basis wäre die
Evolutionstheorie in der Tat kaum zu rechtfertigen. Es liegt somit
auch an den Wissenschaftlern, hier Aufklärungsarbeit zu leisten, wie
einhellig zugegeben wurde.
Weitere kritische Töne betrafen die
Umfragen zu dem Thema Evolutionstheorie und Schöpfungsglauben.
Vorsichtig sollte man mit Zeitungsberichten umgehen, die Studien
zitieren, nach denen ein Großteil der Befragten die
Evolutionstheorie ablehnt. Wenn man in solchen Studien etwa Fragen
der Art „Glauben Sie an die Evolution oder eher an die
Schöpfungslehre?“ stellt, dann sollte man den Fragesteller
kritisieren und sich nicht über wunderliche Ergebnisse aufregen. Der
englische Didaktiker James Williams wies darauf hin, dass eine solche
Frage in etwa so sinnvoll ist wie die, ob man an die Gravitation
glaube. Wissenschaftliche Theorien sind nie eine Frage des Glaubens;
auch hier tritt also schon der Kategorienfehler auf. Daher sollte man
sich etwaige Umfragen genauer darauf anschauen, welche Fragen
wirklich gestellt wurden, damit nicht aus einer Weltanschauungsfrage
geschlossen wird, dass eine wissenschaftliche Theorie abgelehnt wird.
Offensichtlich herrscht auch bei manchen Machern solcher Umfragen –
zumindest unbewusste – Verwirrung über den Unterschied zwischen
einer wissenschaftlichen Theorie und einer Weltanschauung /
Ideologie. Auch hier gilt es Fortschritte und Veränderungen zu
erzielen.
Resümee und weitergehende Fragestellungen
Die Tagung in Dortmund zeigte ein
differenziertes Bild dieses Themenkomplexes. Einerseits ist der
Kreationismus nicht nur ein amerikanisches Problem, sondern auch ein
europäisches. Dies liegt u.a. daran, dass wissenschaftliche Methodik
nicht hinreichend gut vermittelt wird, so dass Jugendliche und auch
Erwachsene auf Propaganda herein fallen. Auf der anderen Seite
scheint es aber auch vermehrt Bestrebungen innerhalb von
Glaubensgemeinschaften zu geben, die dieses Bildungsdefizit für
eigene Zwecke ausnutzen wollen. In diesem Aufweichen der
Unterscheidungen zwischen Glauben und Wissenschaft liegt in der Tat
eine Gefahr für unsere Gesellschaft, wie dies auch der Europarat in
der zitierten Resolution schon festgestellt hat. Wir sehen hier die
politische Dimension, die sich auch immer wieder in Äußerungen und
Handlungen von Politikern zur Behandlung der Evolutionstheorie im
Unterricht zeigt.
Umgekehrt kann man aber auch Fragen,
welche Auswirkungen dieser Vermischung für die Theologie zu
befürchten sind. Auch Theologen können diese Entwicklung nicht ohne
Sorge zur Kenntnis nehmen. Es gibt diejenigen, die sich in Bezug auf
die Evolutionstheorie über jede „Lücke“ (gemeint sind fehlende
Zwischenstufen zwischen Arten) freuen und darin die Chance für ein
persönliches Eingreifen Gottes sehen. Wenn dann doch eine
Zwischenstufe gefunden wird, dann wird Gottes Wirken einfach auf eine
andere oder kleinere Lücke verschoben. Schon der in einem Nazi-KZ
ermordete Theologe Dietrich Bonhöffer warnte vor dieser Verarmung
der Theologie zur „Lückentheologie“.
Die Frage für die Theologie ist doch,
wozu diese da ist. Ist sie an Dogmen gekettet, die man aus Angst aufs
Schärfste verteidigen muss? Vielleicht sollte man sich bei Fragen
zur buchstäblichen Auslegung von Dogmen die Auffassung des
berühmtesten katholischen Dogmatikers des letzten Jahrhunderts, Karl
Rahner, vergegenwärtigen. Dieser antwortete einmal auf die Frage
nach der Bedeutung von Dogmen, dass sie „so wie die Laternen auf
der dunklen Straße sind. Sie helfen einem in der Dunkelheit zu sehen
und die Straße entlang zu gehen, aber“, so schob er gleich
hinterher, „nur die Betrunkenen halten sich an ihnen fest“.
Wie schon V. Gerhardt in seinem Aufsatz
über die Autonomie des Politischen (LINK)
ganz richtig feststellt, ist ein Glaubensbekenntnis immer eine ganz
persönliche Äußerung, die im Gegensatz zur Wissenschaft nicht
objektiv, also jenseits des Subjekts, überprüft werden kann. Für
eine objektive Überprüfung ist ein Glaubensbekenntnis eben genau
NICHT gemacht, sondern für den einzelnen Gläubigen, der dies als
Sinnstiftung für sein Lebens nutzt. Das ist sehr viel und
kann von wissenschaftlichen Theorien, die keinen persönlichen Sinn
des Lebens kennen bzw. ihn auch nicht induzieren wollen, gerade nicht
geleistet werden. Ist die kontroverse Debatte, die in dem von
Gerhardt behandelten Bereich herrscht, gar auch darauf
zurückzuführen, dass diese Grenze nicht klar genug bekannt war/ist?
Bei Gerhardt liegt sie in der Erkenntnis, dass das Politische, das
einer Gesellschaft Menschenwürde und Freiheit für jeden Menschen in
ihr gewährleistet, gerade nicht aus dem Religiösen kommen kann, da
dies für niemanden einer anderen Religion (zu der jedes Individuum
der Gesellschaft die Freiheit besitzt) eine genügende Quelle sein
kann. Genauso wenig kann das persönliche Glaubensbekenntnis (auch
vieler) Einzelner der Gesellschaft nicht schwerer wiegen als
wissenschaftliche Erkenntnisse (bzw. letztere widerlegen), die für
die gesamte Gesellschaft da sind. Mir scheinen hier verwandte
Probleme vorzuliegen, und auch die angerissene politische Dimension
dieses Themas legt die Existenz einer Verbindung dieser beiden Themen
nahe.
Auf der Tagung wurde gefragt, was der
Einfluss der Vermischung von Wissenschaft und Glaubensdogmen auf die
wissenschaftliche Ausbildung bedeutet. Umgekehrt kann man sich aber
auch fragen, was die Auswirkungen einer solchen Vermischung für die
Theologie bedeuten. Unbestreitbar haben Glaubenssysteme in der
Vergangenheit ein Weltbild gegeben, dieses auch oft mit Gewalt
verteidigt und durchgesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass wir beim Thema
Evolution nicht einen Rückfall in dieses dunkle Zeitalter erleben.
Derzeitig könnte man den Eindruck haben, dass genau diese rückwärts
gewandte Richtung eingeschlagen wird bzw. dass entsprechende Teile
(nicht nur) der katholischen Kirche diesen Eindruck nach außen hin
erwecken. Welche Richtung wird in Zukunft also eingeschlagen? Eine
spannende Frage und man darf daher auf die hochrangige
Vatikan-Konferenz an der päpstlichen Gregoriana Universität in Rom
vom 3.3.-5.3.2009 gespannt sein, die sich unter dem Titel
„Biologische Evolution – Fakten und Theorien“ (LINK)
mit diesem Themenkomplex auseinander setzen will. Es ist sicherlich
wahr, dass die Evolutionstheorie eine Revolution ausgelöst hat, aber
wie bei allen Errungenschaften wird sie nur Bestand haben, wenn man
sie nicht vernachlässigt. Auf das Wissen übertragen bedeutet dies,
dass die Einsichten und Erkenntnisse früherer Menschen nur dann
weiter bestehen, wenn sie selbst gemacht werden. Wie die Tagung
zeigte, gibt es in dieser Hinsicht viel in Schulen und Universitäten,
aber auch an der öffentlichen Darstellung in den Medien zu tun
(nicht zu vergessen die falsch gestellten Fragen in Umfragen und
Tests). Aber auch die Theologie scheint vor dieser Gefahr nicht
gefeit und genauso durch Buchstaben-Dogmatiker und Lückentheologen
bedroht zu sein. Ein jeder fühle sich eingeladen, an dem umrissenen
gesellschaftlichen Prozess und der dazugehörigen Debatte
mitzuwirken.
Bildnachweis: Logo der Veranstaltung (LINK) mit freundlicher Genehmigung des Projektleiters Prof. Dr. Dittmar Graf.
Weiterführende Informationen
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Link zur Veranstaltungswebseite (LINK),
wo auch ein Tagungsband vorbestellt werden kann
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Link zu den Zusammenfassungen der Vorträge (LINK)
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