Tagung zur "Einstellung und Wissen zu Evolution und Wissenschaft in Europa"
1. März 2009
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Am Freitag, den 20. Februar, fand in Dortmund am Dortmunder Max-Planck-Institut die europaweite Tagung „Einstellung und Wissen zu Evolution und Wissenschaft in Europa“ (LINK) statt. Worum ging es dabei? Es ging in der Tat um die Evolution und um die Evolutionstheorie, sowie dessen Verständnis und Akzeptanz in der Bevölkerung. Dieses Thema mag verwundern. Gibt es etwa wirklich ernsthafte Bestrebungen oder Äußerungen, die Erklärung der Entstehung der Arten oder der Evolution anzuzweifeln, gar zu Gunsten eines wie auch immer gearteten Kreationismus?
Von Patrick Grete

Evolutionstheorie, Kreationismus – Wissenschaftlichkeit vs. Ideologie
Ein Streifzug

So abwegig dieser Gedanke für den Außenstehenden scheinen mag, so ist er in der Tat bei einem großen Teil der Bevölkerung in verschiedenen Ausprägungen zu finden. Die Wenigsten neigen dabei zum radikalen Kreationismus, der im Wesentlichen aussagt, dass die Genesis der Bibel wörtlich zu nehmen sei und daher die Gedanken an Evolution rein ketzerisch seien, bar jeder Rationalität und ohne wissenschaftliche Basis. In moderaterer Form verbleibt im Kreationismus dann nur ein Schöpfer (und nicht zwingend die Genesis als notwendig wahrer Bericht inklusive aller Einzelheiten), der die Entwicklung nach seinem Willen steuert. Die Evolutionstheorie verwirft die These vom willentlichen und zielgerichteten Schöpfen und ist in der Lage, die Entstehung der Flora, Fauna und des Menschen durch evolutionäre Mechanismen zu erklären. Diese Form der Erklärung wird von vielen Menschen wegen ihres Glaubens abgelehnt, auch wenn sie ansonsten Theorien, die mit wissenschaftlichen Methoden überprüft sind, nicht ablehnen. Warum lehnen die Menschen eine wissenschaftliche Theorie zugunsten ihres Glaubens ab und was kann man dagegen tun? Was bedeutet diese Ablehnung der Wissenschaftlichkeit für eine technisch-wissenschaftliche Gesellschaft? Genau dies waren die konstituierenden Fragestellungen dieser Tagung.

Am Anfang mochte der Besucher meinen, dass es sich beim Kreationismus um ein rein amerikanisches Phänomen handelt. Evangelikale wie etwa die ehemalige US- Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin treten in der Öffentlichkeit mit den für uns – aus gutem Grund – lächerlich erscheinenden, Aussagen auf, dass die Erde kaum älter als 10000 Jahre sei und in einem magischen Schöpfungsakt von einem personalen höheren Wesen – Gott – erschaffen wurde. Für diese radikale Ausprägung trifft dies auch sicherlich zu. Aber durch Umfragen wurde dem Besucher gezeigt, dass oben umrissene moderatere Ansichten auch in Europa weit verbreitet sind. So akzeptieren in Europa 20% der Bevölkerung die Evolutionstheorie nicht, während es in den USA schon 60% sind. Da Glaubensfreiheit herrscht, ist dies kein Problem, so lange nicht wissenschaftliche Theorien nur wegen des Glaubens abgelehnt werden; fußen diese Theorien doch nicht im Glauben, sondern auf überprüfbaren Fakten. In der Tat ist die wissenschaftliche Erklärung mittels Evolution nur bei einem Anteil der Bevölkerung als Erklärung verankert.

Viele missverstehen die Evolutionstheorie als weltanschauliche Ideologie, eben als „Darwinismus“. Entsprechend wird von Seiten der Gegner versucht, die eigentlich experimentelle Theorie der Evolution nicht mit Experimenten, sondern durch spekulative und nicht hinterfragbare Aussagen anzugreifen und dadurch die Auseinandersetzung auf die weltanschauliche Ebene zu ziehen. Warum gelingt diese durchsichtige Strategie und warum wird der Kategorienfehler nicht erkannt? Auf der Tagung wurden verschiedene mögliche Gründe diskutiert. Einerseits liegt es an der stiefmütterlichen Behandlung der Evolutionstheorie im Schulfach Biologie, was dazu führt, dass die Evolutionstheorie nicht verstanden wird. Es liegt aber auch in der Position der Kirchen, die in verschiedenen Abstufungen gegen die Evolutionstheorie opponieren und dies damit unnötigerweise zur Nagelprobe des Glaubens für die Menschen werden lassen.

Einerseits ist es natürlich das Recht einer jeden Organisation und Person, seine Meinung frei zu äußern und sich zu einem Glauben zu bekennen, andererseits ist es das nur solange, wie Glaube nicht mit wissenschaftlichen Theorien verwechselt wird (und man daher zwischen beiden abzuwägen hätte). Darüber herrschte bei allen Rednern Einigkeit. In der jüngeren Vergangenheit stellte diese Trennung niemand mehr in Frage; so schien es zumindest. Bei näherem Hinsehen jedoch zeigten einige Redner, dass sich hier eine Veränderung vollzieht. Papst Johannes Paul II. sagte z. B. noch 1996 zur Evolutionstheorie, dass sie mehr als nur eine „Hypothese“ sei und man die Evolution als fortwährende Schöpfung Gottes zu sehen habe, – womit er die Evolutionstheorie selbst nicht mehr anzweifelte, sondern sie nur religiös deutete. Dagegen entfernt sich, so stellte Günter Pass aus Wien auf der Tagung dar, die katholische Kirche unter dem neuen Papst wieder von dieser Position. Er zitierte hierzu den Herausgeber des Katechismus, Kardinal Schönborn, der in einem Artikel der New York Times (deutsche Übersetzung hier) zentrale wissenschaftliche Thesen wie die ungerichtete Mutation für unwahr erklärt und die Wissenschaftler zu reinen Ideologen degradiert hat mit der Begründung, dass ihre Theorien keinen „göttlichen Plan“ enthalten bzw. die Wissenschaftler diesen für nicht nötig erachten. Solcherlei Theorien nennt der Professor unwissenschaftlich und „eine Abdankung der menschlichen Vernunft“. Nur als Fußnote sei hier noch erwähnt, dass die kürzlich in die Schlagzeilen gekommene Pius-Bruderschaft derartige Angriffe ganz offen und in schärferem, pseudowissenschaftlichem Gewand führt (LINK).

Standpunkte wie diese machen natürlich einen Dialog zwischen Wissenschaft und Theologie schwierig. Mehr noch: In diesen Standpunkten stecken offene Angriffe, die man aus Zeiten des Kulturkampfes kennt.

Natürlich blieb man nicht bei diesen Darstellungen, natürlich verstieg man sich auch nicht zu Polemik gegen diese Position. Es ging hier in der Tat um ein tieferes Verständnis dieses Problemfeldes. Als eine tiefere Ursache wurde gesehen, dass offenbar nicht mehr überall klar ist, was Wissenschaft ist und wie sie sich von Meinung und Ideologie unterscheidet. Dies merkt man an dem Aufkommen scheinbar wissenschaftlicher Gegenpositionen zur Evolutionstheorie, wie etwa dem „Intelligent Design“, einer modernen Form des Kreationismus, aber auch an der Ausweitung der Evolutionstheorie zum „Darwinismus“, womit diese implizit auch zu einer Ideologie wird. Kreationismus in Form des „Intelligent Design“ sagt aus, dass es hinter der ungerichteten Evolution den Plan eines höheren Wesens gebe, das allwissend und allgütig die Entwicklung des Lebens steuert. Anders jedoch als eine wissenschaftliche Theorie, deren Hypothesen den Anspruch der Überprüfbarkeit haben, lässt sich diese Grundannahme offensichtlich nicht überprüfen. Weist man etwa darauf hin, dass es ausgestorbene Arten gibt und sich somit der allwissende Planer doch auch mal geirrt hat, oder darauf, dass er durch die Schaffung von Parasiten wohl keineswegs seine Güte zeigt, dann bekommt man zu hören, man verstehe den genialen Plan nur nicht. Offenbar ist der Unterschied zwischen einer Ideologie wie dieser und einer wissenschaftlichen Theorie nicht breit genug bekannt, sonst gäbe es solche Auffassungen und die darin ausgedrückte Verwirrung nicht. Welche Auswirkung hat eine solche Verwirrung auf eine Gesellschaft, deren Wohlstand auf Anwendung und Weiterentwicklung von Technik und Wissenschaft beruht? Diese Frage deutet auf die politische Dimension hin.

 

Politische Aspekte

Die Debatte hat in der Tat auch eine nicht kleine politische Dimension. Während der Philosoph Volker Gerhard in seinem Text über die politischen Theologie (LINK) die Gefahren für Gesellschaft und Menschenrechte durch die Vermengung von Politischem und Religiösen darlegte, hat 2007 auch der Europarat eine Resolution erlassen (LINK), die die Mitgliedstaaten auffordert kreationistische Gedanken nicht in der Schule zu lehren. Eine der Autoren dieser Resolution des Europarats, Anne Brasseur, war ebenfalls auf der Tagung anwesend und schilderte die damalige Debatte. Als größte Schwierigkeit und wesentlichen Punkt der Resolution benannte sie, dass es nicht um die Verdammung einer Religion gehe, sondern um die Gefahr für die Bildung und Wissenschaftlichkeit der Schüler. Diese bestünde darin, dass man Glaube und Wissenschaft nicht deutlich voneinander unterscheidet. Folgerichtig wurde diese Resolution auch nicht im ersten Anlauf verabschiedet. Es gab viele, oftmals sehr heftige Zuschriften an Brasseur persönlich von Einzelpersonen, aber auch offizielle wie etwa aus dem Vatikan. Dies ist vor dem Hintergrund des Standpunktes von Kardinal Schönborn mehr als verständlich, und es deutet sich hier an, wie groß die politische Dimension auch hier in Europa ist. Letztlich wurde die Resolution mit 48:25 angenommen. Man soll nicht denken, dass nur „katholische“ Staaten wie Italien oder Polen dagegen stimmten. Auch Deutschland stimmte gegen die Resolution, anscheinend ohne größere Resonanz aus der Öffentlichkeit.

 

Ursachenforschung

Interessant ist noch zu erwähnen, dass es auch selbstkritische Töne gab, so etwa am Ende des Vortrags des Tübinger Biologen Ralf Sommer. In seinem Vortrag gab der Professor einen Überblick über evolutionäre Mechanismen und zeigte vor allem die experimentelle Evidenz dieser Mechanismen. Er hat dafür eine Wurmart untersucht, die eine Generationslänge von nur drei Tagen besitzt, so dass man Mutation, Selektion, Speziation und andere Mechanismen gut untersuchen kann. Ferner gibt es auch durch die molekulare Biologie starke Bestätigungen für evolutionäre Mechanismen. Sommer kann natürlich nicht im geringsten nachvollziehen, wie man die Evolutionstheorie als Ganzes anzweifeln kann. Allerdings gab er zum Schluss seines Vortrags zu, dass es ein Vermittlungsproblem gibt, da man die Vielzahl an Ergebnissen nicht im Zusammenhang mit der Evolutionstheorie in der Öffentlichkeit kommuniziert. Diese glaubt, dass sich die Evolutionstheorie nur auf Hypothesen und einige versteinerte Fossilien wie den Archeopterix stütze. Auf einer so dünnen empirischen Basis wäre die Evolutionstheorie in der Tat kaum zu rechtfertigen. Es liegt somit auch an den Wissenschaftlern, hier Aufklärungsarbeit zu leisten, wie einhellig zugegeben wurde.

Weitere kritische Töne betrafen die Umfragen zu dem Thema Evolutionstheorie und Schöpfungsglauben. Vorsichtig sollte man mit Zeitungsberichten umgehen, die Studien zitieren, nach denen ein Großteil der Befragten die Evolutionstheorie ablehnt. Wenn man in solchen Studien etwa Fragen der Art „Glauben Sie an die Evolution oder eher an die Schöpfungslehre?“ stellt, dann sollte man den Fragesteller kritisieren und sich nicht über wunderliche Ergebnisse aufregen. Der englische Didaktiker James Williams wies darauf hin, dass eine solche Frage in etwa so sinnvoll ist wie die, ob man an die Gravitation glaube. Wissenschaftliche Theorien sind nie eine Frage des Glaubens; auch hier tritt also schon der Kategorienfehler auf. Daher sollte man sich etwaige Umfragen genauer darauf anschauen, welche Fragen wirklich gestellt wurden, damit nicht aus einer Weltanschauungsfrage geschlossen wird, dass eine wissenschaftliche Theorie abgelehnt wird. Offensichtlich herrscht auch bei manchen Machern solcher Umfragen – zumindest unbewusste – Verwirrung über den Unterschied zwischen einer wissenschaftlichen Theorie und einer Weltanschauung / Ideologie. Auch hier gilt es Fortschritte und Veränderungen zu erzielen.

 

Resümee und weitergehende Fragestellungen

Die Tagung in Dortmund zeigte ein differenziertes Bild dieses Themenkomplexes. Einerseits ist der Kreationismus nicht nur ein amerikanisches Problem, sondern auch ein europäisches. Dies liegt u.a. daran, dass wissenschaftliche Methodik nicht hinreichend gut vermittelt wird, so dass Jugendliche und auch Erwachsene auf Propaganda herein fallen. Auf der anderen Seite scheint es aber auch vermehrt Bestrebungen innerhalb von Glaubensgemeinschaften zu geben, die dieses Bildungsdefizit für eigene Zwecke ausnutzen wollen. In diesem Aufweichen der Unterscheidungen zwischen Glauben und Wissenschaft liegt in der Tat eine Gefahr für unsere Gesellschaft, wie dies auch der Europarat in der zitierten Resolution schon festgestellt hat. Wir sehen hier die politische Dimension, die sich auch immer wieder in Äußerungen und Handlungen von Politikern zur Behandlung der Evolutionstheorie im Unterricht zeigt.

Umgekehrt kann man aber auch Fragen, welche Auswirkungen dieser Vermischung für die Theologie zu befürchten sind. Auch Theologen können diese Entwicklung nicht ohne Sorge zur Kenntnis nehmen. Es gibt diejenigen, die sich in Bezug auf die Evolutionstheorie über jede „Lücke“ (gemeint sind fehlende Zwischenstufen zwischen Arten) freuen und darin die Chance für ein persönliches Eingreifen Gottes sehen. Wenn dann doch eine Zwischenstufe gefunden wird, dann wird Gottes Wirken einfach auf eine andere oder kleinere Lücke verschoben. Schon der in einem Nazi-KZ ermordete Theologe Dietrich Bonhöffer warnte vor dieser Verarmung der Theologie zur „Lückentheologie“.

Die Frage für die Theologie ist doch, wozu diese da ist. Ist sie an Dogmen gekettet, die man aus Angst aufs Schärfste verteidigen muss? Vielleicht sollte man sich bei Fragen zur buchstäblichen Auslegung von Dogmen die Auffassung des berühmtesten katholischen Dogmatikers des letzten Jahrhunderts, Karl Rahner, vergegenwärtigen. Dieser antwortete einmal auf die Frage nach der Bedeutung von Dogmen, dass sie „so wie die Laternen auf der dunklen Straße sind. Sie helfen einem in der Dunkelheit zu sehen und die Straße entlang zu gehen, aber“, so schob er gleich hinterher, „nur die Betrunkenen halten sich an ihnen fest“.

Wie schon V. Gerhardt in seinem Aufsatz über die Autonomie des Politischen (LINK) ganz richtig feststellt, ist ein Glaubensbekenntnis immer eine ganz persönliche Äußerung, die im Gegensatz zur Wissenschaft nicht objektiv, also jenseits des Subjekts, überprüft werden kann. Für eine objektive Überprüfung ist ein Glaubensbekenntnis eben genau NICHT gemacht, sondern für den einzelnen Gläubigen, der dies als Sinnstiftung für sein Lebens nutzt. Das ist sehr viel und kann von wissenschaftlichen Theorien, die keinen persönlichen Sinn des Lebens kennen bzw. ihn auch nicht induzieren wollen, gerade nicht geleistet werden. Ist die kontroverse Debatte, die in dem von Gerhardt behandelten Bereich herrscht, gar auch darauf zurückzuführen, dass diese Grenze nicht klar genug bekannt war/ist? Bei Gerhardt liegt sie in der Erkenntnis, dass das Politische, das einer Gesellschaft Menschenwürde und Freiheit für jeden Menschen in ihr gewährleistet, gerade nicht aus dem Religiösen kommen kann, da dies für niemanden einer anderen Religion (zu der jedes Individuum der Gesellschaft die Freiheit besitzt) eine genügende Quelle sein kann. Genauso wenig kann das persönliche Glaubensbekenntnis (auch vieler) Einzelner der Gesellschaft nicht schwerer wiegen als wissenschaftliche Erkenntnisse (bzw. letztere widerlegen), die für die gesamte Gesellschaft da sind. Mir scheinen hier verwandte Probleme vorzuliegen, und auch die angerissene politische Dimension dieses Themas legt die Existenz einer Verbindung dieser beiden Themen nahe.

Auf der Tagung wurde gefragt, was der Einfluss der Vermischung von Wissenschaft und Glaubensdogmen auf die wissenschaftliche Ausbildung bedeutet. Umgekehrt kann man sich aber auch fragen, was die Auswirkungen einer solchen Vermischung für die Theologie bedeuten. Unbestreitbar haben Glaubenssysteme in der Vergangenheit ein Weltbild gegeben, dieses auch oft mit Gewalt verteidigt und durchgesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass wir beim Thema Evolution nicht einen Rückfall in dieses dunkle Zeitalter erleben. Derzeitig könnte man den Eindruck haben, dass genau diese rückwärts gewandte Richtung eingeschlagen wird bzw. dass entsprechende Teile (nicht nur) der katholischen Kirche diesen Eindruck nach außen hin erwecken. Welche Richtung wird in Zukunft also eingeschlagen? Eine spannende Frage und man darf daher auf die hochrangige Vatikan-Konferenz an der päpstlichen Gregoriana Universität in Rom vom 3.3.-5.3.2009 gespannt sein, die sich unter dem Titel „Biologische Evolution – Fakten und Theorien“ (LINK) mit diesem Themenkomplex auseinander setzen will. Es ist sicherlich wahr, dass die Evolutionstheorie eine Revolution ausgelöst hat, aber wie bei allen Errungenschaften wird sie nur Bestand haben, wenn man sie nicht vernachlässigt. Auf das Wissen übertragen bedeutet dies, dass die Einsichten und Erkenntnisse früherer Menschen nur dann weiter bestehen, wenn sie selbst gemacht werden. Wie die Tagung zeigte, gibt es in dieser Hinsicht viel in Schulen und Universitäten, aber auch an der öffentlichen Darstellung in den Medien zu tun (nicht zu vergessen die falsch gestellten Fragen in Umfragen und Tests). Aber auch die Theologie scheint vor dieser Gefahr nicht gefeit und genauso durch Buchstaben-Dogmatiker und Lückentheologen bedroht zu sein. Ein jeder fühle sich eingeladen, an dem umrissenen gesellschaftlichen Prozess und der dazugehörigen Debatte mitzuwirken.

Bildnachweis: Logo der Veranstaltung (LINK) mit freundlicher Genehmigung des Projektleiters Prof. Dr. Dittmar Graf.

 

Weiterführende Informationen

  • Link zur Veranstaltungswebseite (LINK), wo auch ein Tagungsband vorbestellt werden kann

  • Link zu den Zusammenfassungen der Vorträge (LINK)