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24. Juli 2010 |
Helmut Schmidt über
die Frage des „Gemeinwohls“ und „Pflicht zur Verantwortung“
der Politiker
Vor kurzem nahm
Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt in einem Interview mit dem ZDF
(28.06.2010) und in einer Rede anlässlich seiner Auszeichnung mit
dem Point-Alpha-Preis (17.06.2010) in Thüringen Stellung zur
gegenwärtigen Lage in Deutschland. Besonders bemerkenswert war sein
Einblick in die Politikverdrossenheit der deutschen Bevölkerung. So
bezeichnete er den Koalitionsvertrag als einen Akt der
„Instinktlosigkeit“ und äußerte Verständnis dafür, dass viele
Menschen in Deutschland das Sparpaket als „sozial unausgewogen“
empfinden. Es sei objektiv wahr, dass in Wirklichkeit die kleinen
Leute stärker belastet erscheinen und dass einige der großen Leute,
nicht alle, ungeschoren davon zu kommen scheinen. Über die tiefer
liegenden Gründe für das „Unbehagen“ an der Politik
reflektierend, sprach der 91- jährige Ex-Bundeskanzler Schmidt von
einem „Vertrauensverlust in die Politik“ und in die „politische
Klasse“. Dies sei jedoch kein spezifisch deutsches Phänomen,
sondern finde gleichermaßen auch in anderen Ländern Europas statt.
Schmidt sprach von einer „Führungskrise“ und erinnerte die
politisch Verantwortlichen an ihre „Pflicht zur Verantwortung“,
welche im Einklang stehen müsse mit der „Idee des Gemeinwohls“.
Von Elisabeth Hellenbroich
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12. August 2009 |
Das Volk, die Bürgerrechte und die herrschende Macht – Die Wende vor 20 Jahren und der Fall der Diktaturen in Osteuropa
Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, dem Jahr der „friedlichen Revolutionen“, stellt eine „ historische Zäsur “ dar. Sie markierte das Ende des Kalten Krieges und der kommunistischen Diktaturen in Osteuropa und mit ihr wurde der Weg zur Überwindung der Teilung Europas geebnet. Wer waren die Protagonisten in diesem bedeutendsten Prozess historischer Umwälzungen nach dem 2. Weltkrieg und welches Erbe hat uns die „Wendezeit“ hinterlassen? Diese Fragen waren u.a. Thema einer mehrtägigen Diskussionsreihe in Berlin und ist Gegenstand zahlreicher Neuerscheinungen.
Von Elisabeth Hellenbroich
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24. April 2009 |
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Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio hielt am 15. März im Rahmen eines vom Politischen
Club der Evangelischen Akademie Tutzing organisierten Seminars eine
Rede zum Thema
„Die Werte der
Wirtschaft und der Wert des Staates.“ Darin wies er zunächst
darauf hin, dass die Geldwirtschaft mit ihrem Leitwert Rendite seit
nunmehr 500 Jahren konstitutiv für die Gesellschaft der Moderne
ist, die sich ja gerade durch die Koexistenz unterschiedlicher
Wertvorstellungen auszeichnet. Vor dem Hintergrund der aktuellen
Finanz- und Wirtschaftskrise meinte di Fabio, dass die „partikularen“
Werte der Wirtschaft im Prinzip zu akzeptieren seien, aber zugleich
die anderen Gemeinschaftswerte gestärkt werden sollten. Hier
liege die Herausforderung an Staat, Zivilgesellschaft und öffentliche
Meinung. Durch die gelebte Haltung bürgerlicher Verantwortung in
der Gesellschaft können „hemmungslose Bereicherung,
Finanzakrobatik und die öffentliche Gier nach schnellen,
bequemen Erfolgen“ in ihre Schranken verwiesen werden. (Elisabeth
Hellenbroich)
von Udo di Fabio
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28. März 2008 |
Mit freundlicher Genehmigung des Autors veröffentlichen wir hier diesen Aufsatz aus dem Jahre 1993. Es geht uns besonders um die Darstellung der weitgehend unbekannten "Deutschen Gesellschaft 1914" und die herausragende Rolle, die Walther Rathenau in dieser Zeit im öffentlichen Leben gespielt hat. Prof. Sösemann ist heute geschäftsführender Direktor des Friedrich-Meinecke-Institutes in Berlin.
von Prof. Dr. Bernd Sösemann
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9. März 2008 |
Am 2. März verstarb der ehemalige Hamburger Staatsrat und Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Claus Noe, im Alter von 69 Jahren in Berlin. Solon-line würdigt ihn mit einem Nachruf, der nicht zuletzt auf vielen persönlichen Gesprächen mit Claus Noe beruht.
von Frank Hahn
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