Der erste Weltkrieg und die Frage nach der Brüderlichkeit

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Der folgende Essay entstand bereits im Frühjahr 2014 und wurde ursprünglich für den Essay-Wettbewerb der Universität Eichstätt geschrieben, der dieses Jahr unter dem Motto „2014 – 1914: Brücken über Gräben“ stand. Nachdem das Wettbewerbs-Verfahren im Oktober abgeschlossen wurde, steht der Veröffentlichung des folgenden Texts nichts mehr im Wege.

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Vergessen als Bedrohung?

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Dieser Text wurde ursprünglich für einen Essaywettbewerb der Universität Eichstätt verfasst und erscheint nun in leicht überarbeiteter Fassung auf SOLON-LINE

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Das Unsagbare Schreiben – eine Berliner Tagung über Literatur zum Völkermord

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Der Ort war nicht schlecht gewählt. Bei guter Sicht kann man von der Berliner Insel Schwanenwerder über das Wasser der Havel hinüberblicken zum Haus der Wannsee Konferenz. Diese räumliche Nähe symbolisierte vielleicht auch eine zeitliche, womöglich etwas von der zeitübergreifenden Thematik, um die es auf Schwanenwerder ging: „Das Unsagbare schreiben – Prosa über den Völkermord“, so der Titel einer Tagung der Evangelischen Akademie, die in Zusammenarbeit mit der AGA (Arbeitsgruppe Anerkennung – gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.) sowie der Deutsch-Armenischen Gesellschaft organisiert wurde und Mitte Oktober in den Räumlichkeiten der Akademie stattfand.

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Zeugnis vom Unzerstörbaren…..zu dem Buch „Uns kriegt ihr nicht – jüdische Überlebende erzählen“

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Tina Hüttl/Alexander Meschnig: „Uns kriegt ihr nicht / Als Kinder versteckt – jüdische Überlebende erzählen“, Piper Verlag München 2013

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Konflikt um die historische Erinnerung in Europa

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Wie erinnert sich Europa der Schrecken des 20.Jahrhunderts? Seit dem Beitritt der mittelosteuropäischen Länder zur Europäischen Union vor vier Jahren hat diese Frage neue Brisanz und Bedeutung gewonnen. Die Erinnerung an die Diktaturen, den Holocaust und den zweiten Weltkrieg hat aus historischen und kulturellen Gründen in Osteuropa ein ganz anderes „Gesicht“ als im Westen des Kontinents. Damit sich die Nachbarn im europäischen Haus besser verstehen, sollte über die verschiedenen „Erinnerungskulturen“ mehr gesprochen werden. Deswegen veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Beitrag aus polnischer Sicht. Der Autor Dr. KAZIMIERZ WOYCICKI hat in Lublin Philosophie sowie in Freiburg Geschichte und Politikwissenschaften studiert. Unter Tadeusz Mazowiecki hat er in den 70er und 80er in der oppositionellen Zeitschrift „Wiez“ mitgearbeitet und war in den 90er Jahren Chefredakteur der Zeitung „Zycie Warszawy“. Nachdem er Leiter des Polen-Instituts in Düsseldorf und Leipzig gewesen war, leitet Woycicki heute als Direktor die Abteilung Stettin des Instituts des Nationalen Gedenkens (IPN) und lehrt als Dozent an der Universität Warschau. Von Dr. Kazimierz Woycicki

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Vom Archiv zur Arche – zur Frage des eigenen Erinnerns

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„Die Tatsache, dass das Judentum als lebendige geistige Größe in der Shoa Europas verloren gegangen ist, hat eine Tragweite für die europäische Kultur als Ganze, weil das Judentum Träger des abendländischen Erbes ist. Das Ausmaß dieses Verlustes greift tief in die Wurzeln dieses Erbes ein und macht die Wiederentdeckungsarbeit schwierig“ – so heißt es im vorliegenden Text von Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau. War die deutsch-jüdische Symbiose vor 1933 nur eine Täuschung? Wie soll ein Anfang (griech. ARCHE) heute aussehen, in dem das Judentum als geistig-kulturelle Kraft der Vermittlung von Tradition und Moderne in Europa eine lebendige Wirkstätte erhält? Diesen Fragen geht Goodman-Thau in ihrem Text nach, der gleichzeitig Grundlage ihrer Rede auf der Tagung „History and Memory after the Holocaust“ in Berlin Anfang November war (s.Artikel von Frank Hahn). Der Untertitel dieses Redemanuskripts heißt: „Zur Frage des eigenen Erinnerns zum 70. Jahrestag der Reichskristallnacht und dem 60jährigen Bestehens des Staates Israel“. Goodman-Thau wurde 2001 erste Rabbinerin Österreichs in ihrer Heimatstadt Wien, aus der sie 1938 mit ihrer Familie nach Holland geflohen war. Dort überlebte sie im Versteck den Holocaust und siedelte 1956 nach Jerusalem über, wo sie als Professorin für Jüdische Religions- und Geistesgeschichte lehrt. 1999 gründete sie in Buchen/Odenwald die „Hermann-Cohen-Akademie für Religion, Wissenschaft und Kunst“ (www.hermann-cohen-akademie.de) Goodman-Thau hatte in den letzten Jahren Gastprofessuren u.a. in Kassel, Oldenburg und Halle inne. Von Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau

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Die Europäer – von Dämonen geplagte Wesen: zur Aktualität Alexander von Humboldts im 21.Jahrhundert

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Der Verlust des kulturellen Gedächtnisses ist vielleicht die größte Gefahr für unsere Zivilisation. Wir bilden Funktionseliten in sogenannter „Zukunftskompetenz“ aus, die aber zumeist nichts oder nicht viel von kultureller und geschichtlicher Herkunft wissen. Diese Sorge bewegt den Wissenschaftler und ehemaligen Diplomaten Dr. Manfred Osten. Er zitiert den Religionsphilosophen Sören Kierkegaard mit den Worten: „Das Leben wird zwar nach vorn gelebt, aber nur nach rückwärts verstanden.“ Dieses rückwärtige Verstehen setze aber Entschleunigung der Zeit voraus, um sich des eigenen Tuns innezuwerden, so Osten. In Goethe und Alexander von Humboldt sieht Osten zwei Denker, die das Problem der Übereilung in der Moderne bereits vor 200 Jahren erkannt haben, und deren Aktualität er deswegen den Menschen heute nahebringen möchte. Das ist für Osten gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Wiedergewinnung des kulturellen Gedächtnisses. Dr. Manfred Osten hat 1969 mit einer Arbeit „Über den Naturrechtsbegriff in den Frühschriften Schellings“ promoviert und ging noch im gleichen Jahr in den diplomatischen Dienst, für den er viele Jahre an den deutschen Botschaften in Japan, Australien, Kamerun, Tschad und Frankreich tätig war. Im Auswärtigen Amt war er danach als Referatsleiter tätig. Von 1995-2004 war Manfred Osten Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung. Im Folgenden veröffentlichen wir den Text einer Rede, die Manfed Osten im November 2006 im niedersächsischen Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg hielt. Von Dr. Manfred Osten

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