Auf Augenhöhe mit Russland – Aspekte der Modernisierungspartnerschaft

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In den deutsch-russischen sowie den europäisch-russischen Beziehungen haben auf der übergreifenden strategischen Ebene in den letzten Jahren manche Krisen, Missverständnisse und auch Rückschläge das Klima immer wieder belastet. Dennoch wird der Dialog auf allen Ebenen nicht nur fortgesetzt, sondern auch immer neu begonnen. Dass dies so ist und manche Belastungsprobe in den Beziehungen schließlich im gemeinsamen Interesse gemeistert werden konnte, liegt wohl vor allem an den unzähligen „rissfesten“ menschlichen und zivilgesellschaftlichen Kontakten und Gesprächebenen, die vor allem im deutsch-russischen Forum und dem Petersburger Dialog gebündelt werden (www.deutsch-russisches-forum.de). Viel zu wenig von der Öffentlichkeit bemerkt, bewegen sich die jeweiligen Gesellschaften schrittweise aufeinander zu, ohne dabei ihre Eigenarten aufgeben zu müssen – das Stichwort hierfür lautet Modernisierungspartnerschaft. SOLON sprach darüber mit zwei ausgewiesenen Experten des deutsch-russischen Forums: Martin Hoffman (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des deutsch-russischen Forums) und Prof. Dr.Wilfried Bergmann (Stellvertretender Vorsitzender des deutsch-russischen Forums).

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What unites the European Union and Ukraine? – The search for identity!

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Although a comparison between the European Union and Ukraine does not appear compelling at first glance, there is one thing they have in common: their marginal position within larger groupings. The EU forms part of the Transatlantic-Pacific alliance, and extends to its easternmost borders, while the U.S. still perceives itself as the center of the triangle. The ever-declining importance of the inner-western triangle compels the EU to develop its own identity. Ukraine also finds itself in the position of a border state vis-à-vis the EU and Russia, alternately inclining more towards Russia or the EU, or at times being co-opted more heavily by the one or the other side.

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Die neue Europäische Architektur: Die Rolle der Ukraine

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Eine internationale Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) in Berlin am 9. März 2010 Wie wird die künftige Außen- und Sicherheitspolitik der Ukraine aussehen? Welche wirtschaftlichen Reformen sind nötig, um mit der EU und Russland zu kooperieren? Welche Rolle wird die Zivilgesellschaft – z.B. NGOs – bei der Stabilisierung der Ukraine spielen, und was kann Kiew zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus beitragen? Darüber diskutierten im Rahmen der internationalen Konferenz The New European Architecture. The role of Ukraine Experten aus der Ukraine, Deutschland, Russland und der EU. Das Zentrum Russland/Eurasien der DGAP führte die Konferenz zusammen mit der ukrainischen Stiftung „United World” durch, die der „Partei der Regionen“ nahe steht. Ergänzend zum Beitrag von Alexander Rahr finden Sie (im Anschluss an den Konferenzbericht) einen Link auf Reinhard Hildebrandts Aufsatz What Unites the European Union and Ukraine? – The Search for Identity!

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Indo-European Dialogue in a Changing World

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On November 25-27, 2009, the conference “Indo-European Dialogue” was held in Brussels and in Paris. The event was organized by the Foundation for European Progressive Studies in collaboration with the French Foundation Jean Jaurès. We publish here Dr. Reinhard Hildebrandt’s discussion paper, titled “Indo-European Dialogue in a Changing World,” for the conference.

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Ein „smarter“ NATO-Generalsekretär

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Der politische Hintergrund des neuen NATO-Generalsekretärs und früheren dänischen Ministerpräsidenten Rasmussen ist komplexer als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Unter seiner Ägide soll die NATO nun eine neues „strategisches Konzept“ bekommen. Diesem wollen die Amerikaner ihre „Smart Power“-Doktrin aufdrücken. Aber die NATO wird nicht an der Finanz- und Wirtschaftskrise und ihren Folgen vorbeikommen.

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Die EU – eine Ellipse mit zwei Brennpunkten

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Vorliegender Text wurde am Tag der Europawahlen als Kommentar aus deutscher Sicht in einem französischen Online-Magazin veröffentlicht. Die europäische Entwicklung von der Gründung der Montanunion bis zur EU wird dabei in den größeren weltpolitischen Kontext eingeordnet.

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Stellungnahme zum Artikel von Dr. Hans-Georg Wieck von Dr. Reinhard Hildebrandt

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Auf den Beitrag von Botschafter a.D. Hans-Georg Wieck „Deutschland und Russland im europäischen Gefüge“, der am 19.4.09 auf Solon-line erschienen ist, antwortet Reinhard Hildebrandt mit folgendem Artikel. Wir freuen uns, dass in Solon-line das Angebot zu einer kontroversen Debatte auf hohem Niveau aufgegriffen wird.

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Glaubensbekenntnis eines ehemaligen Dissidenten

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Dr. Ján Čarnogurský war in den Jahren vor 1989 Dissident in der Tschechoslowakei. Aus dem Gefängnis wurde er durch die „Sanfte Revolution“ im November 1989 befreit. In den folgenden Jahren war er der Stellvertretende Ministerpräsident der Tschechoslowakei, danach der Regierungschef und der Justizminister der Slowakei. Im folgenden seine Gedanken zum Osterfest 2009. Von Jan Čarnogurský

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Vom Archiv zur Arche – zur Frage des eigenen Erinnerns

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„Die Tatsache, dass das Judentum als lebendige geistige Größe in der Shoa Europas verloren gegangen ist, hat eine Tragweite für die europäische Kultur als Ganze, weil das Judentum Träger des abendländischen Erbes ist. Das Ausmaß dieses Verlustes greift tief in die Wurzeln dieses Erbes ein und macht die Wiederentdeckungsarbeit schwierig“ – so heißt es im vorliegenden Text von Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau. War die deutsch-jüdische Symbiose vor 1933 nur eine Täuschung? Wie soll ein Anfang (griech. ARCHE) heute aussehen, in dem das Judentum als geistig-kulturelle Kraft der Vermittlung von Tradition und Moderne in Europa eine lebendige Wirkstätte erhält? Diesen Fragen geht Goodman-Thau in ihrem Text nach, der gleichzeitig Grundlage ihrer Rede auf der Tagung „History and Memory after the Holocaust“ in Berlin Anfang November war (s.Artikel von Frank Hahn). Der Untertitel dieses Redemanuskripts heißt: „Zur Frage des eigenen Erinnerns zum 70. Jahrestag der Reichskristallnacht und dem 60jährigen Bestehens des Staates Israel“. Goodman-Thau wurde 2001 erste Rabbinerin Österreichs in ihrer Heimatstadt Wien, aus der sie 1938 mit ihrer Familie nach Holland geflohen war. Dort überlebte sie im Versteck den Holocaust und siedelte 1956 nach Jerusalem über, wo sie als Professorin für Jüdische Religions- und Geistesgeschichte lehrt. 1999 gründete sie in Buchen/Odenwald die „Hermann-Cohen-Akademie für Religion, Wissenschaft und Kunst“ (www.hermann-cohen-akademie.de) Goodman-Thau hatte in den letzten Jahren Gastprofessuren u.a. in Kassel, Oldenburg und Halle inne. Von Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau

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Die Europäische Union und das Neue Russland

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Am 30. Oktober sprach Dr. Hans-Georg Wieck — er war Botschafter in Teheran, Moskau, bei der NATO in Brüssel, in Indien, Repräsentant der OSZE Vertreter in Minsk und Präsident des Bundesnachrichtendienstes — vor dem Mid Atlantik Club in Bonn, der unter der Leitung des ehemaligen Regierungssprechers Dr. Friedhelm Ost und Dr. F. Krüger-Sprengel (Ministerialdirigent a.D.) steht. Das Thema des Vortrages von Dr. Wieck war „Die Europäische Union und das Neue Russland“. Vor dem Hintergrund des jüngsten Kaukasuskonfliktes und der geopolitischen Tatsache, dass die EU und Russland auf eine gute Nachbarschaft angewiesen sind, ist die Frage, wie das Verhältnis zwischen EU und Russland in der Zukunft gestaltet werden soll, von größter Wichtigkeit. Das gilt gerade in Hinblick auf den EU-Russland-Gipfel am 14. November in Nizza. Die wesentlichen Aspekte des Vortrages vor dem Mid Atlantic Club sind in dem nachfolgenden Aufsatz von Dr. Wieck enthalten, der u.a. in der Zeitschrift der Gorbatschow-Stiftung erschienen ist. In den kommenden Wochen wird SOLON weitere Beiträge zur Gestaltung des Verhältnisses EU- Russland veröffentlichen. von Dr. Hans-Georg Wieck

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