Zeugnis vom Unzerstörbaren…..zu dem Buch „Uns kriegt ihr nicht – jüdische Überlebende erzählen“

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Tina Hüttl/Alexander Meschnig: „Uns kriegt ihr nicht / Als Kinder versteckt – jüdische Überlebende erzählen“, Piper Verlag München 2013

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Schmerz, Verantwortung, Sagen: Aspekte der Sprache in Emmanuel Levinas’ „Jenseits des Seins“ (Teil 1)

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Wie, wenn das Philosophieren nicht länger vom autonomen Ich ausginge, sondern vielmehr von dessen Verwundbarkeit und Ausgesetztheit? Ein solches Denken entzöge dem Ich zunächst seine Sicherheit – wurde doch und wird, zumeist und in der vordersten Linie des Denkens, die Selbstbestimmung des Ich als Befreiung und Verheißung gelesen; das autonome Ich, das sich seiner – religiösen, mythologischen oder politisch-gesellschaftlichen – Fesseln entledigt, wurde in eine Position scheinbarer Stärke eines wissenden Zugriffs gerückt, der sich die Welt nicht länger zu entziehen schien.

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Zur Sprache Adornos

Kontrapunktisch, hellhörig

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Der vorliegende Text war seinerzeit von Rudolf zur Lippe für das Projekt eines deutschen Literaturlexikons geschrieben worden, dann wurde er vom Autor als Redebeitrag auf einer Arbeitstagung verlesen, die 2003 zum Thema „Die Lebendigkeit der kritischen Gesellschaftstheorie“ aus Anlass des 100.Geburtstages von Theodor W.Adorno an der Universität Frankfurt/Main stattfand. Alle Beiträge zu dieser Tagung sind in einem Sammelband zusammengefasst, der von Andreas Gruschka und Ulrich Oevermann im Pandora-Verlag unter dem Tagungs-Titel erschienen und inzwischen vergriffen ist. Deswegen freuen wir uns besonders darüber, auf der Solon-Website diesen Text zur Sprache Adornos der breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu können.

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„Über Charlie Chaplins Der Diktator bitten wir nichts zu veröffentlichen.“

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Norbert Aping, Liberty Shtunk! Die Freiheit wird abgeschafft. Charlie Chaplin und die Nationalsozialisten. Vorwort von Kevin Brownlow, 2011, Schüren Verlag, Marburg, 424 Seiten, viele Abbildungen, 38 €

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Denken mit Glissant – Poesie und Philosophie der Vielfalt aus karibischer Sicht

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Ein Jahr vor seinem Tod wurde ein Film über den karibischen Dichter, Essayisten und Philosophen Edouard Glissant (1928 – 2011) gedreht, der nun in voller Länge im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ gezeigt wurde. Anschließend gab es ein Gespräch zwischen dem Regisseur Diawara Manthia und dem Schriftsteller Mukoma Wa Ngugi, das von Barbara Wahlster vom Deutschlandradio moderiert wurde. Der Autor hat seine Eindrücke zu diesem Abend im Folgenden zusammengetragen.

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Cecile Wajsbrots „Die Köpfe der Hydra“: von der Scham des Überlebens und der Abwesenheit der Sprache

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Die Schriftstellerin Cecile Wajsbrot, als Tochter polnischer Juden in Frankreich geboren und aufgewachsen, lebt seit einigen Jahren wechselweise in Paris und Berlin. Dort hat sie Ende März ihr neuestes Buch „Die Köpfe der Hydra“ – erschienen 2012 im Verlag Matthes und Seitz – einem breiteren Publikum vorgestellt. Von Frank Hahn

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Rezension: Thomas Harlan, Veit.

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Thomas Harlan, Veit. Unter Mitarbeit von Jean-Pierre Stephan und Sieglinde Geisel, Rowohlt Verlag, Reinbek, 156 Seiten, 17,95 € Von Bettina Klix

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Das Unbegründete nicht vergessen

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Gedanken zum Anti-Semitismus heute und gestern Wie anti-semitisch ist unsere Gesellschaft noch oder schon wieder? Die Frage wird gerade in diesen Wochen verstärkt aufgeworfen – Antworten aber, die sich als offen zu haltende Fragen läsen, gehen im Getöse des Meinungsstreits unter oder werden erst gar nicht ausgesprochen. Wir wagen an dieser Stelle zumindest einen Zwischenruf zum Thema – unter Bezugnahme auf Überlegungen des Philosophen Jean-Francois Lyotard.

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Unendliche Fäden aus einem Knäuel gezogen – Jahresrückblick 2011

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Man kann sich gegen Ende des Jahres 2011 kaum vor Jahresrückblicken retten. In selbigen werden aber eher konstruierte Zusammenhänge gezeigt: So sieht man dann innerhalb einer Minute Bilder von der Strahlung in Fukushima und dem strahlenden Glamour der Hochzeit von Prinz William und Kate. Trivialerweise ist richtig, dass in 2011 viel passiert ist in Deutschland, in Nordafrika, im Nahen Osten, in Japan, aber auch in unserem Denken und unseren „Werten“, wo vieles was in 2010 noch als wichtig erachtet wurde, unwichtig oder gar falsch geworden ist. Es gab so viele Fäden, nicht nur rote, an die man in Texten anknüpfen könnte, aus denen man Texturen schaffen könnte und sie bilden ein echtes Knäuel. Wir wollen hier gar nicht versuchen, alle Fäden abzuwickeln und zu einem einheitlichen, gar abgeschlossenen, Bild zu weben, aber wir wollen einige Fäden herausziehen. Denn es lohnt auch der ausschnitthafte Blick zurück auf 2011, von dem wir hier einen möglichen skizzieren und damit unsere Leserinnen und Leser zum eigenen Weben anregen wollen.

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Die Gewalt der Positivität – zu Byung-Chul Hans Buch „Topologie der Gewalt“

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Der vor allem durch seine Bücher „Was ist Macht“ und „Müdigkeitsgesellschaft“ bekannt gewordene Professor für Philosophie und Medientheorie Byung-Chul Han hat nun mit der „Topologie der Gewalt“ eine ungewöhnlich mutige Kritik der spätmodernen Leistungsgesellschaft verfasst. Der aus Korea stammende und heute in Karlsruhe lehrende Han traut sich u.a., der Gewalt der Transparenz nachzuspüren, wie sie sich in der zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt manifestiert. Von Frank Hahn

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