The Political Sociology of Stress

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The Political Sociology of Stress

by Michael Liebig

At a graffiti-painted wall in a run-down building in Frankfurt, I recently read the following sentence: “The Essence of the 21st Century in One Word: Stress”. Well, we ‚re only into the 11th year of the 21st century. And the 20th century with its “hot” and “cold”

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Der Leser darf nicht sterben – vom Hören, Schweigen und vom Widerstand der Literatur

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Wer wollte leugnen, dass die „Versuchung zur Tyrannei“ nirgends und niemals abwesend ist? Dass das „Monster totalitärer Herrschaft“ jeden Moment aufwachen kann? Wir zitieren hier zwei Schriftsteller, die außerhalb Europas ihre Wurzeln haben: Kossi Efuoi aus Togo und Elias Khoury aus dem Libanon. Beide haben kürzlich vor Berliner Publikum eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Rassismus in der Philologie des 19.Jahrhunderts“ (1) eingeleitet und begleitet. Dass unsere Abwehrkräfte gegen die erwähnte Versuchung und das entsprechende Monster nicht zuletzt durch das „Lebensmittel Literatur“ (Prof.Ottmar Ette) gestärkt würden, gelang Ihnen zweifellos trefflich zu zeigen.

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Literatur als „Lebensmittel“ – Ottmar Ettes Buch „ZusammenLebensWissen“ fordert die Life Sciences heraus

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Spätestens als vor 10 Jahren das Jahr der Lebenswissenschaften ausgerufen wurde, avancierten die sog. „Life sciences“ zur Leitwissenschaft. Aber erklären sie wirklich das Leben? Der Romanist und Literaturwissenschaftler Ottmar Ette hat die wohl markanteste Herausforderung an Neurologen und Biologen, an die Wissenschafts- und Bildungspolitik formuliert: Die eigentliche Lebenswissenschaft sei die Literaturwissenschaft. Wovon denn handle Literatur, wenn nicht vom Leben? In seinem Ende 2010 erschienenen Buch „ZusammenLebensWissen“ – nach „ÜberLebensWissen“ und „ZwischenWeltenSchreiben“ als dritter Band im Kadmos-Verlag erschienen – formuliert es der Autor so: „Die Literatur erfindet den Horizont des Neuen, Künftigen und ist damit der Wissenschaft stets um eine Nasenlänge voraus.“ Was hier kühn erscheint, leuchtet sofort ein, wenn wir Leben als Erleben, Überleben und Zusammenleben auffassen.

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Brauchen die Deutschen Integrationshilfe? Gedanken zum moralischen Dammbruch des Jahres 2010

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Inspiriert von einigen mahnenden sowie erfrischenden Texten und Äußerungen zur unseligen Debatte um Integration und Identität versucht der folgende Kommentar, über die tagespolitischen Aufgeregtheiten hinaus Denkanstöße aus historischer, philosophischer und psychologischer Sicht zu geben, die helfen mögen, Dämme gegen die Flut alter und neuer Ressentiments zu errichten.

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Dialog oder Monolog? Universalität und Individualität bei Wilhelm von Humboldt

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Aus Anlass des 175. Todestages Wilhelm von Humboldts veranstaltete die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Anfang April eine internationale Tagung unter dem Titel „Wilhelm von Humboldt: Universalität und Individualität“, die gleichzeitig einen von mehreren Beiträgen der Akademie zum Berliner Wissenschaftsjahr 2010 ausmachte. Dabei traten ganz unterschiedliche Zugänge zu Humboldts Werk und Ideen zu Tage – ein Hinweis auf die Vielschichtigkeit unserer eigenen Geistestradition zwischen dialogischem und monologischem Denken, der nachzuspüren es ermöglichte, auch manche aktuelle Fragen aus neuem Blickwinkel zu beleuchten.

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Der Andere im jüdischen Denken

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Mitte Februar fand in der Europäischen Akademie in Berlin-Grunewald das erste Graduiertenkolloquium der Hebraic Graduate School of Europe i.G. statt, bei dem die Themen der Tagung aus dem November 2009 fortgesetzt wurden, über die Solon seinerzeit ausführlich unter dem Titel „Europa das Judentum zurückgeben“ berichtet hatte. Die Initiatorin des Projekts, die Rabbinerin und Wissenschaftlerin Eveline Goodman-Thau (Jersualem/Berlin) hatte junge und ältere Wissenschaftler und Intellektuelle aus sechs europäischen Ländern eingeladen, die gemeinsam ein anspruchsvolles dreitägiges Kolloquium gestaltet haben, in dem sich Tradition und Moderne, Sprache und Offenbarung nicht zuletzt im Begriff des Anderen vielfältig kreuzten.

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Unerhörte Echos aus 2009 und ihr Nachhall für 2010

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Das Jahr 2010 hat begonnen und die diversen Jahresrückblicke aus Zeitungen und Fernsehen haben das Jahr 2009 abgearbeitet. Ist das so? Oder gibt es Themen die nicht hinreichend beachtet wurden, die noch „nachhallen“? In diesem Beitrag nehmen wir diverse Peilungen zu diesen „Echos“ aus 2009 auf, die auch noch für 2010 wichtig sein werden. So rekapitulieren wir „die Krise“ und blicken auf die Studentenproteste. Ferner thematisieren wir den Zustand des kritischen Journalismus hier in Deutschland und diskutieren den Skandal um das Testendlager Asse mit seinen Implikationen auf die Klimadebatte. Es war also ein volles und ereignisreiches Jahr 2009. Wir wünschen allen unseren Lesern ein gutes neues Jahr 2010. Von Patrick Grete und Frank Hahn

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Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube – (K)ein Dialog

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In diesem Beitrag wird der Versuch unternommen einen Dialog zwischen Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube aufzunehmen. Dabei geht es nicht um ein plumpes Übersetzen oder die Argumentation für ein ambivalentes Nebeneinander. Es werden vielmehr Gründe für die Seltenheit eines solchen Dialoges gesucht und einige bisher wenig bedachte Gründe diskutiert, nämlich das Vorherrschen eines Materialismus auf beiden Seiten der Diskussion.

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Über den Abgrund der Geschichte Europa das Judentum zurückgeben

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Die Shoa, die Krise der Geisteswissenschaften und das jüdische Erbe Europas war die thematische Klammer einer Konferenz der Hebraic Graduate School of Europe in Berlin i.G., die in den Berliner Räumen und mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung stattfand. Ferner wurde die Konferenz auch vom Aussenministerium und der Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukunft) unterstützt. Das Oberthema der von Prof.Eveline Goodman-Thau organisierten Tagung lautete „Israel in Europa – Europa in Israel“. Hiermit sollte ausgedrückt werden, dass Europa ohne die jüdische und Israel nicht ohne die europäische Kulturtradition zu verstehen sei. Aber die jeweiligen vergessenen oder verschütteten Wurzeln freizulegen, ist wahrlich keine „archäologische“ oder auf akademische Kreise beschränkte Aufgabe; vielmehr geht es um einen Beitrag zur friedlichen Gestaltung der Welt im 21.Jahrhundert sowie um die Wiedergewinnung der europäischen Seele. Europa sein Judentum zurückgeben – das wird nicht zuletzt Aufgabe der in Berlin geplanten „Hebraic Graduate School of Europe“ sein.

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Westliche Angst versus östliche Hoffnung?

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Rezension seines Buchs: Kampf der Emotionen – Wie Kulturen der Angst, Demütigung und Hoffnung die Weltpolitik bestimmen, (Originaltitel: The Geopolitics of Emotion), Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009, 240 Seiten.

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