Das Unsagbare Schreiben – eine Berliner Tagung über Literatur zum Völkermord

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Der Ort war nicht schlecht gewählt. Bei guter Sicht kann man von der Berliner Insel Schwanenwerder über das Wasser der Havel hinüberblicken zum Haus der Wannsee Konferenz. Diese räumliche Nähe symbolisierte vielleicht auch eine zeitliche, womöglich etwas von der zeitübergreifenden Thematik, um die es auf Schwanenwerder ging: „Das Unsagbare schreiben – Prosa über den Völkermord“, so der Titel einer Tagung der Evangelischen Akademie, die in Zusammenarbeit mit der AGA (Arbeitsgruppe Anerkennung – gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.) sowie der Deutsch-Armenischen Gesellschaft organisiert wurde und Mitte Oktober in den Räumlichkeiten der Akademie stattfand.

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Zeugnis vom Unzerstörbaren…..zu dem Buch „Uns kriegt ihr nicht – jüdische Überlebende erzählen“

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Tina Hüttl/Alexander Meschnig: „Uns kriegt ihr nicht / Als Kinder versteckt – jüdische Überlebende erzählen“, Piper Verlag München 2013

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Die „apolitische Politik von Auschwitz“ – Fragen zum Verhältnis von Vernunft und Moral

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Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Jean-Francois Lyotard und Zygmunt Bauman In Fortsetzung des kurzen Kommentars zu Lyotards Buch „Heidegger und die Juden“ (Solon, 17.4.2012) soll versucht werden, einige schwierige Passagen in Lyotards Text im Lichte von Zygmunt Baumans Werk „Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust1“ weiter zu beleuchten – wie auch umgekehrt Baumans Text durch Lyotard anders wahrzunehmen.

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Cecile Wajsbrots „Die Köpfe der Hydra“: von der Scham des Überlebens und der Abwesenheit der Sprache

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Die Schriftstellerin Cecile Wajsbrot, als Tochter polnischer Juden in Frankreich geboren und aufgewachsen, lebt seit einigen Jahren wechselweise in Paris und Berlin. Dort hat sie Ende März ihr neuestes Buch „Die Köpfe der Hydra“ – erschienen 2012 im Verlag Matthes und Seitz – einem breiteren Publikum vorgestellt. Von Frank Hahn

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Nach vorn gewandt erinnern: 70 Jahre Reichskristallnacht – 60 Jahre Israel

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70 Jahre Reichskristallnacht und 60 Jahre Israel markieren den Beginn der Vernichtung des europäischen Judentums und die Gründung eines eigenen jüdischen Staates. Beider Daten wurde im Jahre 2008 gedacht. Die Hermann-Cohen-Akademie für Religion und Wissenschaft und die Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin hatten unter dem Titel „1938 – 1948 – 2008: Memory and History after the Holocaust“ Anfang November eine Tagung organisiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie man sich „nach vorn gewandt“ erinnern könne. Die Hermann-Cohen-Akademie strebt auf Grundlage intensiven Quellenstudiums und in der Begegnung zwischen Religion und Moderne, Morgenland und Abendland eine wissenschaftliche Renaissance an. Gründerin und Direktorin ist Eveline Goodman-Thau, Professorin in Jerusalem und Rabbinerin in Wien. Sie möchte in dem Wort von „Erbe und Erneuerung“ die jüdische Kulturphilosophie im Denken und Handeln des heutigen Europa wieder fest verankern. Nur so lassen sich die Erinnerung an das Vergangene und der Aufbau der Zukunft verknüpfen.

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