Brauchen die Deutschen Integrationshilfe? Gedanken zum moralischen Dammbruch des Jahres 2010

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Inspiriert von einigen mahnenden sowie erfrischenden Texten und Äußerungen zur unseligen Debatte um Integration und Identität versucht der folgende Kommentar, über die tagespolitischen Aufgeregtheiten hinaus Denkanstöße aus historischer, philosophischer und psychologischer Sicht zu geben, die helfen mögen, Dämme gegen die Flut alter und neuer Ressentiments zu errichten.

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Der Andere im jüdischen Denken

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Mitte Februar fand in der Europäischen Akademie in Berlin-Grunewald das erste Graduiertenkolloquium der Hebraic Graduate School of Europe i.G. statt, bei dem die Themen der Tagung aus dem November 2009 fortgesetzt wurden, über die Solon seinerzeit ausführlich unter dem Titel „Europa das Judentum zurückgeben“ berichtet hatte. Die Initiatorin des Projekts, die Rabbinerin und Wissenschaftlerin Eveline Goodman-Thau (Jersualem/Berlin) hatte junge und ältere Wissenschaftler und Intellektuelle aus sechs europäischen Ländern eingeladen, die gemeinsam ein anspruchsvolles dreitägiges Kolloquium gestaltet haben, in dem sich Tradition und Moderne, Sprache und Offenbarung nicht zuletzt im Begriff des Anderen vielfältig kreuzten.

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Was verbindet die Europäische Union und die Ukraine? – Die Suche nach Identität!

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Obwohl sich ein Vergleich zwischen der Europäischen Union und der Ukraine nicht auf den ersten Blick aufdrängt, haben beide eine Gemeinsamkeit: ihre Randsituation innerhalb größerer Zusammenschlüsse. Die EU existiert im transatlantisch-pazifischen Verbund am östlichen Rand und die USA nehmen sich nach wie vor als Zentrum dieses Dreiecks wahr. Die weiter abnehmende Bedeutung des innerwestlichen Dreiecks zwingt die EU zur Entfaltung einer eigenen Identität. Die Ukraine steht gegenüber der EU und Russland ebenfalls in einer Randstaatenposition, abwechselnd mehr Russland oder der EU zuneigend bzw. mal mehr von der einen oder der anderen Seite vereinnahmt.

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