Zeugin für ein modernes Judentum: über das kurze Leben der Francesca Albertini

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Zu dem Buch „Deutschland oder Jerusalem – das kurze Leben der Francesca Albertini“ von Claus-Steffen Mahnkopf (Verlag zu Klampen)

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Ein kleines Bild von Meese vor dem Tresor

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Einige Überlegungen zum Roman „Johann Holtrop“ von Rainald Goetz

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Rezension von Chaim Noll: Der Kitharaspieler

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Eine Rezension von Chaim Nolls „Der Kitharaspieler“ von Bettina Klix

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Brauchen die Deutschen Integrationshilfe? Gedanken zum moralischen Dammbruch des Jahres 2010

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Inspiriert von einigen mahnenden sowie erfrischenden Texten und Äußerungen zur unseligen Debatte um Integration und Identität versucht der folgende Kommentar, über die tagespolitischen Aufgeregtheiten hinaus Denkanstöße aus historischer, philosophischer und psychologischer Sicht zu geben, die helfen mögen, Dämme gegen die Flut alter und neuer Ressentiments zu errichten.

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Der Andere im jüdischen Denken

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Mitte Februar fand in der Europäischen Akademie in Berlin-Grunewald das erste Graduiertenkolloquium der Hebraic Graduate School of Europe i.G. statt, bei dem die Themen der Tagung aus dem November 2009 fortgesetzt wurden, über die Solon seinerzeit ausführlich unter dem Titel „Europa das Judentum zurückgeben“ berichtet hatte. Die Initiatorin des Projekts, die Rabbinerin und Wissenschaftlerin Eveline Goodman-Thau (Jersualem/Berlin) hatte junge und ältere Wissenschaftler und Intellektuelle aus sechs europäischen Ländern eingeladen, die gemeinsam ein anspruchsvolles dreitägiges Kolloquium gestaltet haben, in dem sich Tradition und Moderne, Sprache und Offenbarung nicht zuletzt im Begriff des Anderen vielfältig kreuzten.

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Über den Abgrund der Geschichte Europa das Judentum zurückgeben

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Die Shoa, die Krise der Geisteswissenschaften und das jüdische Erbe Europas war die thematische Klammer einer Konferenz der Hebraic Graduate School of Europe in Berlin i.G., die in den Berliner Räumen und mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung stattfand. Ferner wurde die Konferenz auch vom Aussenministerium und der Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukunft) unterstützt. Das Oberthema der von Prof.Eveline Goodman-Thau organisierten Tagung lautete „Israel in Europa – Europa in Israel“. Hiermit sollte ausgedrückt werden, dass Europa ohne die jüdische und Israel nicht ohne die europäische Kulturtradition zu verstehen sei. Aber die jeweiligen vergessenen oder verschütteten Wurzeln freizulegen, ist wahrlich keine „archäologische“ oder auf akademische Kreise beschränkte Aufgabe; vielmehr geht es um einen Beitrag zur friedlichen Gestaltung der Welt im 21.Jahrhundert sowie um die Wiedergewinnung der europäischen Seele. Europa sein Judentum zurückgeben – das wird nicht zuletzt Aufgabe der in Berlin geplanten „Hebraic Graduate School of Europe“ sein.

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Vom Archiv zur Arche – zur Frage des eigenen Erinnerns

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„Die Tatsache, dass das Judentum als lebendige geistige Größe in der Shoa Europas verloren gegangen ist, hat eine Tragweite für die europäische Kultur als Ganze, weil das Judentum Träger des abendländischen Erbes ist. Das Ausmaß dieses Verlustes greift tief in die Wurzeln dieses Erbes ein und macht die Wiederentdeckungsarbeit schwierig“ – so heißt es im vorliegenden Text von Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau. War die deutsch-jüdische Symbiose vor 1933 nur eine Täuschung? Wie soll ein Anfang (griech. ARCHE) heute aussehen, in dem das Judentum als geistig-kulturelle Kraft der Vermittlung von Tradition und Moderne in Europa eine lebendige Wirkstätte erhält? Diesen Fragen geht Goodman-Thau in ihrem Text nach, der gleichzeitig Grundlage ihrer Rede auf der Tagung „History and Memory after the Holocaust“ in Berlin Anfang November war (s.Artikel von Frank Hahn). Der Untertitel dieses Redemanuskripts heißt: „Zur Frage des eigenen Erinnerns zum 70. Jahrestag der Reichskristallnacht und dem 60jährigen Bestehens des Staates Israel“. Goodman-Thau wurde 2001 erste Rabbinerin Österreichs in ihrer Heimatstadt Wien, aus der sie 1938 mit ihrer Familie nach Holland geflohen war. Dort überlebte sie im Versteck den Holocaust und siedelte 1956 nach Jerusalem über, wo sie als Professorin für Jüdische Religions- und Geistesgeschichte lehrt. 1999 gründete sie in Buchen/Odenwald die „Hermann-Cohen-Akademie für Religion, Wissenschaft und Kunst“ (www.hermann-cohen-akademie.de) Goodman-Thau hatte in den letzten Jahren Gastprofessuren u.a. in Kassel, Oldenburg und Halle inne. Von Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau

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Nach vorn gewandt erinnern: 70 Jahre Reichskristallnacht – 60 Jahre Israel

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70 Jahre Reichskristallnacht und 60 Jahre Israel markieren den Beginn der Vernichtung des europäischen Judentums und die Gründung eines eigenen jüdischen Staates. Beider Daten wurde im Jahre 2008 gedacht. Die Hermann-Cohen-Akademie für Religion und Wissenschaft und die Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin hatten unter dem Titel „1938 – 1948 – 2008: Memory and History after the Holocaust“ Anfang November eine Tagung organisiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie man sich „nach vorn gewandt“ erinnern könne. Die Hermann-Cohen-Akademie strebt auf Grundlage intensiven Quellenstudiums und in der Begegnung zwischen Religion und Moderne, Morgenland und Abendland eine wissenschaftliche Renaissance an. Gründerin und Direktorin ist Eveline Goodman-Thau, Professorin in Jerusalem und Rabbinerin in Wien. Sie möchte in dem Wort von „Erbe und Erneuerung“ die jüdische Kulturphilosophie im Denken und Handeln des heutigen Europa wieder fest verankern. Nur so lassen sich die Erinnerung an das Vergangene und der Aufbau der Zukunft verknüpfen.

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Manes Sperber und Israel – eine kritische Annäherung

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Manes Sperber, in jungen Jahren Gegner des Zionismus, änderte nach dem Holocaust vorsichtig und differenziert seine Einstellung gegenüber einem selbständigen jüdischen Staat. Seine Begegnung mit Israel hinterläßt uns weise Worte zum israelisch-palästinensichen Konflikt sowie zum kulturellen Selbstverständis des heutigen Israel, die aktueller denn je erscheinen. Der Autor des folgenden Beitrags ist Kurator am Jüdischen Museum Wien. Er trug den vorliegenden Text in einer leicht gekürzten Version anlässlich der Eröffnung der Manes Sperber-Ausstellung in Berlin vor. von Dr. Marcus Patka

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