Die Sprache und das Unnennbare Gedanken zu Jean-Luc Nancys „Das exzessive Sprechen“

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„Aber die Sprache hört nicht auf, ihre Bedeutungen in Bewegung zu bringen, sie spielen und zittern zu lassen, und auf diese Weise spricht sie und weiß sich als Sprache: sie ist in der Annäherung, im Bewegten. Woher kommt sie?“ … so sagt es und so fragt der französische Philosoph Jean-Luc Nancy in seinem Buch „Die Anbetung“. Der folgende Text versteht sich als Kommentar zu einem Teilaspekt dieses Werks: dem Thema Sprache, das Unnennbare, das Schweigen und das Reden über das Göttliche.

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„Keine Religion ist eine Insel“ – Erinnerungen an Abraham Heschel bei der Jahrestagung des Zentrums für Jüdische Studien in Berlin

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Anfang November hatte das Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg wieder zu seiner Jahrestagung eingeladen, die an der Humboldt-Universität eröffnet wurde. Festrednerin war Susannah Heschel, die einen bewegenden Vortrag über ihren Vater Abraham Heschel hielt, wobei vor allem wichtige Wegmarken der 1960er Jahren erwähnt wurden: so Heschels Zusammenarbeit mit Martin Luther King, sein Engagement gegen den Vietnam-Krieg sowie seine Intervention beim Vatikan im Zusammenhang zugunsten der Überwindung jahrhundealter anti-semtischer Positionen der Kirche.

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Zeugin für ein modernes Judentum: über das kurze Leben der Francesca Albertini

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Zu dem Buch „Deutschland oder Jerusalem – das kurze Leben der Francesca Albertini“ von Claus-Steffen Mahnkopf (Verlag zu Klampen)

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Ist das Lesen von Gedichten politisch? Erster Versuch….

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Statt einer Einleitung ein wenig leerer Raum, um die Frage klingen zu lassen .

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Die „apolitische Politik von Auschwitz“ – Fragen zum Verhältnis von Vernunft und Moral

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Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Jean-Francois Lyotard und Zygmunt Bauman In Fortsetzung des kurzen Kommentars zu Lyotards Buch „Heidegger und die Juden“ (Solon, 17.4.2012) soll versucht werden, einige schwierige Passagen in Lyotards Text im Lichte von Zygmunt Baumans Werk „Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust1“ weiter zu beleuchten – wie auch umgekehrt Baumans Text durch Lyotard anders wahrzunehmen.

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Das Unbegründete nicht vergessen

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Gedanken zum Anti-Semitismus heute und gestern Wie anti-semitisch ist unsere Gesellschaft noch oder schon wieder? Die Frage wird gerade in diesen Wochen verstärkt aufgeworfen – Antworten aber, die sich als offen zu haltende Fragen läsen, gehen im Getöse des Meinungsstreits unter oder werden erst gar nicht ausgesprochen. Wir wagen an dieser Stelle zumindest einen Zwischenruf zum Thema – unter Bezugnahme auf Überlegungen des Philosophen Jean-Francois Lyotard.

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Verlorene jüdische Wurzeln? Hermann Cohens Philosophie aus den Quellen des Judentums

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“Reinige Dein Denken“ – über den jüdischen Hintergrund der Philosophie von Hermann Cohen“ – so lautet der Titel der 2010 im Verlag Könugshausen und Neumann erschienenen Aufsatz- und Vortragssammlung aus dem Nachlass des 2008 verstorbenen Philosophen und Cohen-Forschers Dieter Adelmann. Die darin enthaltenen Texte sind wahrlich nicht nur für sog. Experten, Philosophen oder Kenner des Jüdischen interessant. Vielmehr könnte man sagen, die Texte Adelmanns gehörten dringend in den Diskurs über die deutsche und europäische Vergangenheit, zeigen sie doch in erstaunlicher Dichte, welch reiche Kultur wir durch die Vernichtung des europäischen Judentums verloren haben.

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Vom Denken des Ursprungs zum Sprachdenken: Hermann Cohen und Franz Rosenzweig

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Immer wieder gilt es zu erinnern, welchen Verlust das deutsche und europäische Geistesleben durch Vertreibung und Vernichtung der Juden unter der NS-Diktatur erlitten hat. Die Namen Hermann Cohen und Franz Rosenzweig sind unter Philosophen natürlich bekannt, aber die Bedeutung dieser jüdischen Denker im Kontext unserer Geistesgeschichte wird selten in der Tiefe gewürdigt und verstanden. Frank Hahn hat in einem philosophischen Kolloquium an der Humboldt-Universität Berlin über die Bedeutung des Infinitesimalen bei Hermann Cohen und das Sprachdenken von Franz Rosenzweig gesprochen. In der jüdischen Denkwelt hat das gesprochene Wort eine gleich große Bedeutung wie das geschriebene Wort, verhindert das Sprechen im Augenblick doch das Erstarren des Denkens in Dogmen und abgeschlossenen Systemen. Das Sprachdenken Rosenzweigs will zu dieser Methodik des Nicht-Systemdenkens vordringen und die Dynamik des Lebens, das sich immer im Jetzt und immer wieder neu vollzieht, besser erfassen. Die jeweilige Öffnung des Systems und die Dynamisierung der Begriffe war auch Cohens Anliegen, jedoch mithilfe der Mathematik und nicht der Sprache. Die Verwandtschaft mancher Aspekte des jüdischen Denkens mit der ostasiatischen Gedankenwelt unterstreicht die Aktualität der Themen – schließlich wird das Bedürfnis nach einem Gespräch der Kulturen immer drängender. Es folgt der überarbeitete Vortrag

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