Zusammendenken und Zusammenleben. Alexander von Humboldt als Herausforderung für das Humboldt-Forum

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„Alles ist Wechselwirkung“ lautet eines der Axiome im Wissenschaftsverständnis Alexander von Humboldts, mit dem er gegen jegliches Systemdenken auftrat. Wechselwirkung zwischen Natur und Kultur, zwischen verschiedenen Kulturen und Zivilisationen, zwischen diversen Wissenschaften, Kunst und Geschichte – diesen Gedanken angemessen auszuschöpfen und aufzufüllen, wäre der Weg zu einer modernen, globalen Weltgesellschaft des 21.Jahrhuderts. Damit beschäftigt sich vorliegender Aufsatz von Ottmar Ette, dem wohl zur Zeit renommiertesten Alexander von Humboldt Forscher in deutscher Sprache. Ette ist seit 1995 Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Neben zahlreichen Gastdozenturen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas sowie in den USA war er 2004-2005 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Buchpublikationen zum Thema Alexander von Humboldt umfassen u.a. A.v.Humboldt: Reise in die Äquinoktial-Gegenden (1991), Weltbewusstsein. Alexander von Humboldt und das unvollendete Projekt einer anderen Moderne (2002) sowie Alexander von Humboldt und die Globalisierung (2009). Von Ottmar Ette

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Wenn das kleine Wörtchen „Wenn“ nicht wäre – Zum Jahr der Mathematik; Teil III

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In den ersten beiden Teilen dieses Aufsatzes zum Jahr der Mathematik beschäftigten wir uns damit, wie Mathematik zu Aussagen, also zu Wissen kommt. Neben dem Bereich des Wissens gibt es aber auch den Bereich des Glaubens und des Transzendenten, in denen die Mathematik durch die Jahrhunderte ebenfalls eine große Rolle spielte. In diesem dritten und letzten Teil wollen wir einen Exkurs in diesen Bereich unternehmen. Wir werden dabei sowohl sowohl den Bereich des religiösen Fundamentalismus berühren, als uns auch mit atheistischen Kritiken an Religion auseinander setzen, sowie Beispiele bringen, die zeigen welche Rolle die Mathematik hier spielen kann.

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Was die Welt im Innersten zusammenhält

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Johannes Kepler war ein genialer Mensch, und ein sehr liebenswerter dazu. Er war seiner Zeit um Jahrhunderte voraus. Er ist der Begründer der modernen Astronomie, und mit ihm beginnt eigentlich erst die modere Naturwissenschaft. Mehr noch! Keplers Denken verfügt über eine Tiefe und einen Reichtum, der weit über dem Standard der heutigen natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen liegt. Deshalb hat Kepler uns „Modernen“ etwas zu sagen.

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