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Solons Freunde e.V.

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Worum es uns geht

SOLON-line.de erscheint  zu einem Zeitpunkt tiefgreifender Veränderungen in der Weltpolitik. Der offensichtlichste Ausdruck davon ist die weiter fortschreitende Festigung einer multipolaren Weltordnung.

Wenngleich die Konturen dieser neuen Ordnung sich unübersehbar herausbilden, besteht hinsichtlich der Gestaltungsfähigkeit auf nationaler und weltpolitischer Ebene ein erhebliches intellektuelles Defizit. Bislang beherrschen pragmatische Anpassung, quasi reflexartige Reaktionen und ein vorsichtiges „Vorantasten“ das Handeln der verantwortlichen Akteure. Einerseits ist es offensichtlich, dass der „ambulante Imperialismus“ der USA unter der Regierung Bush/Cheney sich dem Ende zuneigt und die USA ihren neuen Platz in der Weltgeschichte erst finden müssen, was sich kaum ohne schmerzhafte Schocks vollziehen wird. Andererseits müssen auch die aufstrebenden Mächte wie China und  Indien, gar nicht zu reden von Russland, ihre Rolle und Stellung in der neuen, multipolaren Welt definieren.

Mit den kulturellen und philosophischen Paradigmen des 20. Jahrhunderts ist die Gestaltung dieser multipolaren Weltordnung kaum zu bewältigen. Europa und Deutschland werden hierbei  – trotz aller optimistischen und schöpferischen Aufbaumaßnahmen aus Asien – eine essentiell gestaltende Rolle spielen müssen. Dies kann deswegen mit großer Sicherheit gesagt werden, weil gerade in Umbruchzeiten wie den jetzigen die Besinnung auf das große europäische Erbe der griechischen Klassik, der Renaissance und Aufklärung einen unvergleichlich wertvollen Schatz darstellt, aus dem es sich auch heute noch reichhaltig schöpfen lässt. Innerhalb dieser europäischen geistesgeschichtlichen Tradition stellt die deutsche Ideengeschichte des „langen 18. Jahrhunderts“ von Leibniz bis Alexander von Humboldt eine weitere Singularität dar: die deutsche Klassik und die wissenschaftlich-technologischen Grundlagen der Industrialisierung sind gleichermaßen Früchte dieser Geistesepoche.

Nicht zuletzt kann auch – angesichts der notwendigen Rolle Europas als „Scharnier“ zwischen dem transatlantischen und eurasischen Raum – eine Neubewertung der Bismarckschen Politik des „ehrlichen Maklers“ nutzbringend sein. Der Hinweis auf diese geistesgeschichtliche Kontinuität bedeutet keinesfalls, dass hier ein rückwärtsgewandtes Projekt historischer Verklärung begonnen wird. Ganz im Gegenteil, es geht vielmehr darum, einen Ideen-Diskurs darüber zu führen, wie dieses europäische und deutsche Erbe für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – im Dialog mit den andren großen Kulturen und Geistestraditionen – fruchtbar genutzt werden kann. Kurz gesagt: es ist die einheitliche Strategie gesucht, mit der industrieller Wiederaufbau, Dialog der Kulturen, eine globale Sicherheitsarchitektur in ökonomischer und militärischer Hinsicht sowie eine kulturelle Renaissance eine neue, friedliche Epoche des Zusammenlebens der Völker einleiten soll. SOLON-line.de wird das Forum für diesen Ideen-Diskurs sein. Dabei wollen wir die verschiedenen Initiativen aufgreifen, die es hierzulande und anderswo bereits für eine Erneuerung der industriellen Basis wie der kulturellen Orientierung gibt. Diese Initiativen gibt es sowohl im geistes- wie im naturwissenschaftlichen Bereich, in Musik und Poesie.

Was die strategische Einschätzung der nationalen und weltpolitischen Lage betrifft, so richten wir uns an den politisch informierten Bürger, der nach Hintergrundanalyse und nach Zusammenschau der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen verlangt. Mit dem Internet sind politische und wirtschaftliche „Basis-Informationen“ im nie gekannten Überfluß vorhanden, aber die kompetente Einschätzung dieser Information hinkt häufig weit hinterher. Hier sehen wir die zentrale Aufgabe von SOLON-line.de.

Und bei alledem ist unser Name unser „Programm“, wie Rosa Tennenbaum in ihrem Beitrag über den alten Solon von Athen ausführt (siehe Feuilleton).

 

Eine interaktive Webseite

Sie werden festgestellt haben, daß SOLON-line.de noch eine "Baustelle" ist und vermutlich auch noch eine Weile bleiben wird. Immerhin kann jeder Besucher bereits in einer ganzen Reihe von Rubriken Artikel lesen, diese drucken, herunterladen, an Freunde weiterschicken oder Leserbriefe dazu schreiben. Weitere Rubriken wie "Kunst & Kultur", "Schule" und "Soziales" sind geplant.

 

Jeder Besucher ist außerdem eingeladen, sich in Solons DenkBar anzumelden, um in diesem Diskussionsforum über ihn interessierende bereits angeschnittene oder neue Themen zu diskutieren.

 

Im Autorenbereich können Autoren direkt ihre Artikel komplett mit Fotos einreichen. Auf die gleiche Weise kann man Rohnachrichten ins Tagebuch schicken. Autoren können hier im Tagebuch die neuesten Nachrichten, unveröffentlichten Artikel und Bekanntmachungen lesen oder die Fotogalerie ansehen.

 

Später sollen registrierte Abonnenten im (noch entstehenden) Archiv recherchieren und in der Fotogalerie stöbern können, doch das braucht noch ein bisschen Zeit.

 

Fragen, Vorschläge und gute Ideen zu SOLON-line.de können Sie gerne in Solons DenkBar vorbringen.

 

Wenn sie das Projekt SOLON-line.de unterstützen wollen, tun sie dies am besten (unter Angabe des Stichworts: SOLON-line.de) per Überweisung auf das Bankkonto:

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Konto-Nummer: 02 506 312 00.

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c/o Edmund Steinschulte Verlag, Wiesbadener Landstr. 17, 65203 Wiesbaden.